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Lateinamerika

Venezuela stemmt sich gegen Hyperinflation

Nirgends auf der Welt ist die Inflation derzeit höher als in Venezuela - selbst die bisher größte Bolívar-Banknote ist so gut wie nichts mehr wert. Nun gibt die Regierung endlich neue Geldscheine aus.

Neue Banknoten in Venezuela (Foto: Getty Images/AFP)

Druckfrisch: die neuen Banknoten

Mit einem Monat Verzögerung hat in dem von einer Hyperinflation betroffenen Venezuela die Ausgabe größerer Geldscheine begonnen. Jetzt sind auch Scheine im Nennwert von 500, 5000 und 20.000 Bolívares erhältlich. Zudem soll es bald Scheine im Wert von 1000, 2000 und 10.000 Bolívares geben.

Eigentlich sollte die Ausgabe der neuen Banknoten schon Mitte Dezember beginnen, doch in dem südamerikanischen Land fehlte es an Papier zum Gelddrucken.

Geld in vollen Tüten

Bisher war der 100er-Schein der größte. Angesichts einer Inflation von geschätzten 600 Prozent im vergangenen Jahr wurden auf dem Schwarzmarkt für einen einzigen Euro zuletzt bis zu 3700 Bolívares gezahlt - also mindestens 37 Scheine. Größere Rechnungen mussten mit Tüten voller Geld bezahlt werden.

Banknoten zu 100 Bolivar (Foto: Reuters)

Bald ganz wertlos: Die 100er sollen in Kürze für ungültig erklärt werden

Venezuela leidet seit längerem unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Wegen des niedrigen Ölpreises verfügt das Land mit den größten Erdölreserven der Welt kaum noch über Devisen, um Waren zu importieren.

Zudem lähmt ein Konflikt zwischen Regierung und Opposition den Staat. Ein geplantes Referendum zur Abwahl von Präsident Nicolás Maduro hat der regierungstreue Oberste Gerichtshof ausgebremst. Die Regierung in Caracas macht eine aus den USA gesteuerte Kampagne für die Krise verantwortlich.

wa/qu (dpa, afp, kna)

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