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Nordkorea

Nordkorea provoziert erneut mit Raketentest

Chinas Botschafter bei den Vereinten Nationen hat eindringlich vor den Spannungen angesichts von Nordkoreas Atomprogramm gewarnt. Das Regime in Pjöngjang startet derweil eine Rakete.

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Neuer Raketentest in Nordkorea

Der Konflikt mit Nordkorea könne "außer Kontrolle geraten", warnte Chinas UN-Botschafter Liu Jieyi in New York, wenn es nicht gelinge, die Spannungen abzubauen. "Derzeit sind die Spannungen hoch und wir würden gewiss gern eine Deeskalation sehen", sagte der Diplomat einen Tag nach einem Telefonat zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump, bei dem es auch um das nordkoreanische Atomprogramm ging.

Seit Monaten provoziert Pjöngjang die internationale Gemeinschaft mit Raketentests. In den Morgenstunden feuerte das Land nach südkoreanischen Angaben erneut eine Rakete von der Ostküste aus ins Japanische Meer. Die Spannungen mit Washington haben sich durch den Tod des US-Studenten Otto Warmbier weiter verschärft. Der 22-jährige Student fiel in nordkoreanischer Haft ins Koma und starb kurz nach seiner Rückkehr in die USA.

Chinas UN-Botschafter Liu Jiey (Picture alliance/AP Photo/S. Wenig)

Chinas UN-Botschafter Liu Jiey

Trump hatte Ende Juni bei einem Besuch des neuen südkoreanischen Staatschefs Moon Jae In gesagt, seine Geduld mit Pjöngjang "ist am Ende". Die USA bereiten zusammen mit Südkorea, Japan und anderen Verbündeten neue Sanktionen vor. Die USA setzen jedoch zunächst darauf, Nordkorea mit weiterem diplomatischem und wirtschaftlichem Druck zum Abbau seines Atomprogramms zu bewegen. China befürwortet ebenfalls einen diplomatischen Ansatz. Allerdings macht Washington einen Stopp der Atom- und Raketentests durch Nordkorea zu einer Vorbedingung für Gespräche mit der Führung in Pjöngjang.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un (Reuters/KCNA)

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un

Hinzu kommt: Das Verhältnis zwischen den USA und China hat sich massiv verschlechtert. Die Beziehungen seien von einigen "negativen Faktoren" beeinflusst, sagte der chinesische Präsident Xi Jinping am Montag in einem Telefonat mit seinem Amtskollegen Donald Trump nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping im April in Florida (Picture alliance/Photoshot/L. Hongguang)

US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping im April in Florida

Zwar ist offen, welche Faktoren Xi Jinping genau meinte. Washington hatte jedoch in den vergangenen Tagen mit einer Reihe politischer und militärischer Aktionen gleich mehrfach den Unmut Pekings auf sich gezogen. Erst am Sonntag durchquerte der US-Zerstörer "Stethem" Gewässer im Südchinesischen Meer nahe der Paracel-Inseln, die China beansprucht. Für Ärger sorgt zudem ein Waffendeal, den die USA nur Tage zuvor mit Taiwan besiegelt hatten.

In einer Erklärung des Weißen Hauses zu dem Telefonat der Präsidenten war von den Differenzen nicht die Rede. Das US-Präsidialamt teilte mit, Trump und Xi hätten ihr Engagement für eine "atomwaffenfreie koreanische Halbinsel bekräftigt".

Stu/rb (afp, rtr)

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