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Nordkorea und seine Atomwaffen

Donald Trump schart die Gegner von Nordkoreas Atomwaffen um sich

Auch wenn die USA, Japan, China und Südkorea unterschiedlich weit vom Regime in Pjöngjang entfernt stehen, so eint sie doch die Kritik an dessen Atomprogramm. Vor dem G20-Gipfel sind politische Zählappelle angesagt.

US-Präsident Donald Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe haben vor dem G20-Gipfel in Hamburg ihre harte Haltung zum nordkoreanischen Atomprogramm bestätigt. Zusammen mit Südkorea wolle man den Druck auf die Regierung in Pjöngjang erhöhen, sagte Abes Sprecher nach einem Telefongespräch der beiden Politiker.

Mit Shinzo Abe...

In einer Erklärung des Weißen Hauses hieß es, das "US-japanische Bündnis" sei bereit, sich gegen "jegliche Bedrohung oder Handlung Nordkoreas zu verteidigen". In den vergangenen Monaten provozierte Pjöngjang die internationale Gemeinschaft mit mehreren Raketentests. Das kommunistische Regime arbeitet nach eigenen Angaben auch an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Die Spannungen mit Washington wurden zudem zuletzt durch den Tod des US-Studenten Otto Warmbier weiter verschärft. Der 22-jährige Student fiel in nordkoreanischer Haft ins Koma und starb kurz nach seiner Rückkehr in die USA.

...Xi Jinping und Moon Jae In

Das US-Präsidialamt teilte weiter mit, Trump habe auch mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping gesprochen. Beide Seiten hätten dabei ihr Engagement für eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel bekräftigt. Zudem sei es um Handelsfragen gegangen.

Trump hatte am Freitag auch öffentlich scharfe Worte an die Führung in Pjöngjang gerichtet. Das "Zeitalter der strategischen Geduld" mit Nordkorea sei vorüber, sagte er bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in Washington. Dieser Ansatz sei gescheitert. Trump will mit Moon, Xi und Abe beim G20-Gipfel auch direkte Gespräche führen.

sti/se (afp, dpa, rtr)