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Aktuell Asien

Noch kein Raketenstart in Nordkorea

Der geplante Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete verzögert sich. Medienberichten zufolge ist vorerst wetterbedingt nicht mit einem Start zu rechnen. Die Führung befasst sich lieber mit sich selbst.

Nordkorea Vorbereitung auf den dritten Atomwaffentest (Foto: AP)

Nordkorea Vorbereitung auf den dritten Atomwaffentest

"Das Wetter ist schlecht und die vorgegebene Startzeit ist jetzt verstrichen, also wird es vermutlich keinen Start geben", zitierte die japanischen Nachrichtenagentur Kyodo einen nordkoreanischen Regierungsvertreter. Da der Vormittag (Ortszeit) bereits verstrichen sei, gehe man davon aus, dass der Start nicht mehr am Donnerstag erfolge. Berichten zufolge überflogen Kampfjets die Hauptstadt Pjöngjang. Ob ein Zusammenhang mit dem möglichen Raketenstart besteht, ist allerdings noch unklar.

Rakete bereits betankt

Nach bisherigen Angaben soll der umstrittene Start der Unha-3-Rakete, die einen Beobachtungssatelliten ins All bringen soll, in einem Zeitfenster zwischen Donnerstag und Montag erfolgen. Der Termin findet im Rahmen des 100. Geburtstages des als Staatsgründer verehrten Kim Il Sung am 15. April statt.

Video ansehen 01:17

Nordkoreanische Rakete startbereit

Das Regime hat bis zu 200 ausländische Journalisten eingeladen, um den Raketenstart und die Feierlichkeiten in der Hauptstadt mitzuverfolgen. Auf einem großen Bildschirm in der Kommandozentrale nahe Pjöngjang konnten Medienvertreter die Rakete an der Abschussrampe sehen. Nach offizieller Darstellung soll der Satellit zu zivilen Zwecken Daten von Wäldern und den natürlichen Ressourcen in Nordkorea sammeln.

Der Flugkörper, der auf einer Abschussrampe an der Westküste Nordkoreas steht, war am Mittwoch betankt worden. Westliche Politiker hatten das kommunistische Regime erneut gewarnt. Nordkoreas Nachbarländer und die USA vermuten, dass die kommunistische Führung in Pjöngjang den Satellitenstart nur als Vorwand nehmen will, um eine Interkontinentalrakete zu testen, mit der auch Atomsprengköpfe transportiert werden könnten.

Stellung von Machthaber Kim Jong Un weiter gefestigt

Unterdessen hat das Regime in Pjöngjang die Stellung des jüngsten Sohns und Nachfolgers des langjährigen Alleinherrschers Kim Jong Il weiter gestärkt. Außer der Ernennung zum ersten Sekretär der herrschenden Arbeiterpartei erhielt Kim Jong Un bei einem Sondertreffen am Mittwoch noch weitere Führungsämter. Danach wurde er auch zum Vorsitzenden der zentralen Militärkommission sowie zum Mitglied des Präsidiums des Politbüros der Partei ernannt.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (Foto: Reuters)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un

Als erster Sekretär ist Kim praktisch Parteichef. Sein Vater war bei dem Delegiertentreffen posthum zum "ewigen Generalsekretär" der Partei erklärt worden. Kim Jong Il war im Dezember gestorben. Kurz danach war sein Sohn zum neuen "obersten Führer" der Partei, der Streitkräfte und des Staates ausgerufen worden.

Am Freitag soll in Pjöngjang auch die Oberste Volksversammlung, das Parlament, zusammentreten. Es wird mit Spannung erwartet, ob Kim Jong Un dabei den Vorsitz über die mächtige Nationale Verteidigungskommission erhält, oder ob dieser Posten zu Ehren Kim Jong Ils unbesetzt bleibt.

GD/nis (dpa, dapd, afp)

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