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Aktuell Afrika

Nigeria meldet Schlag gegen Boko Haram

Das Militär in Nigeria hat nach eigenen Angaben einen Anführer der Terror-Organisation Boko Haram getötet. Es soll sich um einen Doppelgänger des verstorbenen Abubakar Shekau handeln.

Der Mann sei bei Kämpfen der Streitkräfte mit Boko-Haram-Gruppen im Norden Nigerias getötet worden, betonte Militärsprecher Chris Olukolade. Es handele sich um einen Islamisten namens Mohammed Bashir, der sich zuvor in mehreren Videos als Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau ausgegeben habe.

Viele Islamisten sollen kapituliert haben

Bashir sei bei Gefechten in der Stadt Konduga getötet worden. Konduga ist knapp 40 Kilometer von Maiduguri entfernt. Dort, in der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, hat die islamistische Terrororganisation ihren Ursprung. Nach Angaben der Armee ergaben sich bei den jüngsten Kämpfen mehrere hundert Islamisten den nigerianischen Streitkräften.

Ob der Anführer der Boko-Haram-Terrorgruppe, Shekau, noch lebt oder - wie in Medien spekuliert wird - bereits seit einiger Zeit tot ist, bleibt weiter unklar. Medien in Kamerun hatten gemeldet, der Boko-Haram-Chef sei am 21. September bei einer Aktion der dortigen Armee umgekommen. Eine unabhängige Bestätigung gibt es dafür bislang aber nicht. Militärsprecher Olukolade sagte, die Extremisten würden Shekau geradezu als einen "Markennamen" verwenden.

Das Schicksal der entführten Mädchen ist noch immer unklar

Shekau soll noch im Frühjahr diesen Jahres die Entführung von mehr als 200 überwiegend christlichen Schülerinnen in Nordnigeria befehligt haben, deren Schicksal bis heute weitgehend unklar ist. In Videobotschaften hatte er damit gedroht, die Mädchen als Sklavinnen zu verkaufen, wenn die Regierung nicht inhaftierte Mitglieder seiner Gruppe freilasse.

Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete die Gruppe bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 10.000 Menschen.

Im Nordosten Nigerias hatte die Islamisten-Miliz in den vergangenen Wochen weite Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht. Das Militär schickte daraufhin nach eigenen Angaben Luft- und Bodentruppen in eine Gegenoffensive.

haz/ml (afp, dpa, rtr)

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