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Kultur

Neuer Kultursenator in Berlin: Thomas Flierl

Die Nominierung des PDS-Politikers Thomas Flierl zum neuen Berliner Kultursenator ist zum Teil auf heftige Kritik gestoßen. Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) dagegen zeigte sich zurückhaltend und will sich schon bald mit Flierl treffen. Er hoffe wie auch schon mit dessen Vorgängern auf ein sachlich-gutes Verhältnis, sagte Nida-Rümelin. Nach seiner Ansicht besteht keine Gefahr, wie manche meinten, dass es mit der PDS einen Rückfall in diktatorische Zustände geben könnte. Die PDS sei sicher nicht die SED, auch wenn sie intern einiges aufzuarbeiten habe, sagte der Minister.

Der Rechtsanwalt und Vorsitzende des Vereins der Freunde der Nationalgalerie, Peter Raue, bezeichnete die Entscheidung für Flierl als eine Katastrophe. Ein Mann, der als Baustadtrat in Berlin-Mitte "bisher jeden Investor vergrault hat, wird dies auch mit Sponsoren schaffen", sagte Raue.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Berliner CDU-Fraktion, Frank Henkel, bezeichnete die Entscheidung für Flierl als "Armutszeugnis". Flierl zähle zum "kommunistischen Hochadel", der jetzt auch die Hoheit über die Gedenkstätte des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen habe. Das sei ein Schlag ins Gesicht
aller SED-Opfer.

  • Datum 11.01.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1gtP
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