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Terrorismus

Nach Al-Shabaab-Angriff: Ausgangssperre in Teilen Kenias verhängt

Im Kampf gegen die Terrormiliz Al-Shabaab aus dem benachbarten Somalia greift Kenia zu rigorosen Maßnahmen. Das nächtliche Ausgehverbot gilt zunächst für drei Monate.

Somalia Kenianische Soldaten im Kampf gegen gegen Al-Shabaab (picture alliance/AP Photo/B. Curtis)

Kenianische Soldaten beteiligen sich in Somalia am Kampf gegen die Al-Shabaab-Islamisten

Wegen anhaltender Angriffe der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab hat die kenianische Regierung für drei Bezirke des Landes eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Sie gilt von 18.30 Uhr bis 6.30 Uhr in Teilen der Bezirke Lamu, Garissa und Tana River zunächst für drei Monate, wie das Innenministerium via Twitter mitteilte. Die Ankündigung vom Samstagabend folgte nur wenige Stunden nach einem Angriff im nordöstlichen Bezirk Lamu, bei dem mindestens neun Menschen von mutmaßlichen Al-Shabaab-Kämpfern getötet worden waren. Laut örtlichen Medienberichten wurden die Opfer enthauptet.

Nicht-Muslime gezielt aussortiert

Bei dem Angriff auf zwei Dörfer nahe der somalischen Grenze hatten die Täter nach Angaben der Polizei gezielt männliche Nicht-Muslime als Opfer selektiert. Der Verwaltungschef des Bezirks Lamu, Joseph Kanyiri, bestätigte den Zwischenfall, nannte jedoch keine Details. Präsident Uhuru Kenyatta erwähnte den "unglücklichen" Vorfall in einer Ansprache nur kurz und versicherte allen Kenianern, ihre Sicherheit werde garantiert.

Die Al-Shabaab-Extremisten kontrollieren Teile des Nachbarlandes Somalia und wollen in dem Land am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat errichten. Weil sich Kenia dort an einer gut 20.000 Mann starken Friedenstruppe der Afrikanischen Union beteiligt, verüben die Fundamentalisten auch immer wieder Anschläge in dem ostafrikanischen Land. In den vergangenen Monaten kam es vermehrt zu Angriffen auf Sicherheitskräfte in den an Somalia angrenzenden Provinzen.

se/hk (rtr, afp, dpa)

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