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Dschihadismus

Einer der meistgesuchten Islamisten in Kenia gefasst

Er gilt als zentrale Figur des "Islamischen Staats" in Somalia und der dortigen Islamistenmiliz Al-Shabaab. Ali Hussein Ali, genannt "der Verlässliche" wurde nun in Kenia gefasst.

Somalia Al-Shabaab Miliz (Symbolbild) (Stringer/AFP/Getty Images)

Kämpfer der Al-Shabaab-Miliz in Somalia

Ali Hussein Ali und zwei seiner Komplizen wurden bereits am Montag in der Stadt Malindi in Ostkenia gefasst, wie die kenianische Polizei mitteilte. Ali soll Menschenschmuggel und Terrorfinanzierung organisiert haben. Der Somalier gilt als zentrale Figur der Dschihadistenmiliz Al-Shabaab. Ihm wird vorgeworfen, Dschihadisten des "Islamischen Staats" (IS) von Kenia und Somalia nach Libyen und illegale Migranten über Libyen nach Europa geschleust zu haben. Er habe auch Geldüberweisungen für den IS ermöglicht, erklärte die Polizei.

Nach Libyen und zurück

Ali Hussein Ali sei 2010 als Tourist nach Kenia gekommen, dann über Südafrika und den Sudan nach Libyen gereist und habe sich dort dem IS angeschlossen. Vergangenen November sei er erneut nach Kenia zurückgekehrt und dort zur Schlüsselfigur für den IS und das bedeutende Schleusernetzwerk Magafe geworden.

Kenia beteiligt sich an der 22.000 Mann starken Truppe der Afrikanischen Union zur Bekämpfung der Dschihadistenmiliz "Al-Shabaab" in Somalia. Die Islamistentruppe greift daher auch Ziele in Kenia an. Al-Shabaab will am Horn von Afrika einen islamischen Gottesstaat errichten und orientiert sich am vom IS in Syrien und im Irak ausgerufenen Kalifat.

Derweil wollen die USA härter gegen die Al-Shabaab-Miliz in Somalia vorgehen. US-Präsident Donald Trump hat dem Verteidigungsministerium eine entsprechende Erlaubnis erteilt. Das Militär darf nun zielgenaue Luftangriffe zur Unterstützung der somalischen Truppen sowie der Eingreiftruppe der Afrikanischen Union (Amisom) fliegen, wie das Pentagon mitteilte. Das US-Militär unterstützt die somalischen Truppen sowie die Amisom gegen die Al-Shabaab.

Teile Somalias zur Kampfzone erklärt

Teile von Somalia seien zudem zu einer Kampfzone erklärt worden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Das gibt dem verantwortlichen Kommandeur de facto mehr Macht: Er hat nun die Befugnis, darüber zu entscheiden, wann in diesen Gebieten ein Einsatz geflogen werden soll, und muss nicht mehr auf die Zustimmung höherer Stellen warten.

Bislang war es dem US-Militär als Voraussetzung für Luftangriffe in Somalia vorgeschrieben, dass von dem Angriffsziel eine Bedrohung für Amerikaner ausgeht. Die Sprecherin betonte, dass die Einsatzregeln zum Schutz von Zivilisten nicht geändert worden seien.

cr/ww (dpa, afp, ap)