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Terrorismus

Medien: Geheimdienst warnte vor Kabul-Attacke

Vor einem Monat wurde das deutsche Botschaftsgebäude in der afghanischen Hauptstadt Kabul von einem Anschlag getroffen. Die Attacke, der weit über 100 Menschen zum Opfer fielen, kam laut einem Bericht nicht überraschend.

Afghanistan deutsche Botschaft in Kabul (Reuters/M. Ismail)

Arbeiter vor der zerstörten deutschen Botschaft (hinten) am Tag nach dem Anschlag Ende Mai

Schon Monate vor dem verheerenden Bombenanschlag auf die deutsche Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul hatten Geheimdienste einem Bericht zufolge erste Hinweise auf die geplante Tat. Entsprechende Warnungen hätten die deutschen Nachrichtendienste weitergeleitet, berichtet rbb-Inforadio unter Berufung auf Sicherheitskreise. Es sei sogar bekannt gewesen, wie der Anschlag verübt werden solle.

Ende Mai war eine in einem Tanklastwagen versteckten Bombe in unmittelbarer Nähe der Botschaft detoniert. Mindestens 150 Menschen wurden getötet, weitere 450 verletzt. Das Botschaftsgebäude wurde verwüstet.

Zehnmal so viel Sprengstoff

Bereits am 18. Januar, also gut fünf Monate vor dem Anschlag, habe der deutsche Militärgeheimdienst MAD einen Hinweis auf den Anschlagsplan erhalten, berichtet rbb-Inforadio. Schon zu diesem Zeitpunkt sei die Rede davon gewesen, dass ein Anschlag mit einem Tanklastwagen zur Abwasserentsorgung geplant sei. Später habe es weitere Warnungen gegeben.

Die explosive Ladung war nach rbb-Informationen auch deutlich größer als bisher angenommen: Nicht 1000 Kilogramm, wie bislang bekannt, sondern 10.000 Kilogramm Sprengstoff sollen sich in dem Tanklaster befunden haben.

jj/vk (dpa, tagesschau)