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Medienbericht

Galt der Anschlag in Kabul der deutschen Botschaft?

Bei einer verheerenden Attacke in der afghanischen Hauptstadt waren vergangene Woche mehr als 150 Menschen getötet worden. Nach Informationen des "Focus" sollte der Anschlag gezielt die deutsche Botschaft treffen.

Beschädigte deutsche Botschaft in Kabul (Reuters/M. Ismail)

Zerstörte deutsche Botschaft in Kabul

Einem aufmerksamen Wachmann sei es zu verdanken, dass die deutschen Diplomaten und ihre Mitarbeiter durch splitternde Scheiben nur Schnittwunden erlitten, berichtet das Nachrichtenmagazin unter Verweis auf ein "erstes Fazit" deutscher Sicherheitsbehörden sowie einen Untersuchungsbericht.

Der Wachmann habe am Morgen einen Tanklaster angehalten, der auf das Botschaftsgelände fahren wollte, um dort Altwasser abzupumpen. Nachfragen des Wachpostens über Funk hätten ergeben, dass ein solcher Einsatz in der Botschaft nicht vereinbart worden sei, schreibt der "Focus" unter Berufung auf den Bericht. Personen- und Objektschützer innerhalb des Gebäudes hätten daraufhin zu größter Vorsicht geraten.

Generalbundesanwalt ermittelt

Der Generalbundesanwalt hat Ermittlungen zu dem Bombenanschlag aufgenommen. Das sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, in Berlin. Den Bericht des "Focus", nach dem die deutsche Botschaft das Ziel des Anschlags war, wollte der Sprecher mit Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht kommentieren. 

"Alle Menschen im Gebäude wären getötet worden"

Als der Hausmeister zu dem nur 50 Meter vor der Einfahrt stehenden Tanklaster gehen wollte, um die Lage zu klären, habe der Attentäter die rund 1000 Kilogramm schwere Sprengladung gezündet. "Wäre der Tanklastzug auf den Vorhof der Botschaft gelangt und dort explodiert, dann wären alle Menschen in dem Gebäude getötet worden", zitierte der "Focus" einen hohen Berliner Regierungsbeamten.

gri/haz (dpa)

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