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Kultur

Massenkeulung wegen Vogelgrippe

Auf einem Geflügelhof in der Nähe von Erlangen mussten nach dem Ausbruch der Vogelgrippe am Wochenende 160.000 Enten getötet werden. Auf dem Hof in Wachenroth war das Virus H5N1 nachgewiesen worden.

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Es sei die größte Keulung, die es jemals in Deutschland gegeben habe, sagte ein Sprecher des bayerischen Umweltministeriums am Sonntag (26.8.). Eine Gefahr für die Menschen gehe von der Vogelgrippe nicht aus, betonte Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Otmar Bernhard. Der betroffene Betrieb habe den Verkauf des Fleisches, das nach dem 30. Juli ausgeliefert wurde, gestoppt. Die Infektionsquelle ist noch nicht geklärt.

"Die Ursache liegt vermutlich in Bayern"

Auch der Vizepräsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, schloss eine Gefährdung der Gesundheit für Menschen aus. Rein theoretisch sei zwar eine Übertragung auf Menschen möglich. "In Deutschland ist aber noch kein Fall bekannt", sagte Zapf. Mit der Keulung des gesamten Bestandes sei die Gefahr der Verbreitung des Virus eingedämmt. Die betroffenen Tiere waren vor vier Wochen als Eintages-Küken aus Niedersachsen geliefert worden.

Die Behörden suchen nach der Herkunft des Erregers. In Niedersachsen prüften die Veterinäre eine Brüterei und drei weitere Betriebe. Es seien dabei aber keine Auffälligkeiten entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Hannover. "Für Niedersachsen können wir Entwarnung geben. Die Ursache liegt vermutlich in Bayern", sagte er.

Ununterbrochene Aufstallungspflicht

Acht Veterinäre sowie Mitarbeiter des Geflügelmasthofes waren seit Samstagabend mit der Keulung beschäftigt. Die Enten wurden in drei Anlagen geschleust, in denen sie entweder mit Elektroströmen oder Gas getötet wurden. Die toten Tiere wurden zu zwei Tierkörperbeseitigungsanlagen gebracht. Anschließend muss der komplette Betrieb desinfiziert werden.

Nachdem sich herausstellte, dass es sich bei dem Erreger um die hoch ansteckende Variante des H5N1-Virus handelt, wurde nach Angaben der bayerischen Behörden "umgehend" das nationale Krisenzentrum beim Bundeslandwirtschaftsministerium und die EU informiert. In der Nähe des betroffenen Geflügelmastbetriebs war bereits vor eineinhalb Jahren bei mehreren toten Schwänen das H5N1-Virus gefunden worden. Die daraufhin im westlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt erlassene Aufstallungspflicht habe seither ununterbrochen bestanden, sagte Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Bernhard.

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