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Fußball

Müller kontert Kritik an DFB-Elf

Die Offensive der Nationalmannschaft steht in der Kritik. Besonders Mario Götze ist momentan im Fokus. Jetzt stellt sich der Stürmer den Diskussionen. Thomas Müller beschwert sich indes über die Berichterstattung.

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Der Grad zwischen Lob und Kritik ist im Fußballgeschäft recht schmal. Das bekommen momentan die Nationalspieler besonders zu spüren. War im ersten Spiel gegen die Ukraine noch die Abwehr ein Problembereich, wird nach dem zweiten Gruppenspiel an der Offensiv-Leistung herum genörgelt. "Es wird enorm eng und schwer mittlerweile für die Spieler. Da sind wenig Räume. Das darf man nicht überbewerten, unsere Stürmer arbeiten gut", sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff auf der Presskonferenz am Sonntag. Der frühere Stürmer nahm seine Nachfolger in der Offensive in Schutz, wies aber auch daraufhin, dass jeder noch zulegen müsse. "Das haben auch die Spieler gemerkt."

Zuvor hatte Thomas Müller die momentane Berichterstattung über die DFB-Elf kritisiert. "Wir hatten nicht die Torerfolge in den vergangenen Spielen. Die werden von uns erwartet. Nicht die Leistung wird bewertet, die man für die Mannschaft bringt. Wir haben die Tore nicht geschossen. Deswegen waren die Kritiken gerechtfertigt", sagte der Angreifer. "Auf das Bemühen für die Mannschaft heruntergebrochen, war die Kritik nicht gerechtfertigt." Müller wirkte ungewohnt nachdenklich auf dem Podium. "Ich selber hätte gerne ein paar Tormöglichkeiten mehr gehabt. Das ist aber auch ein Zusammenspiel aus meinen Laufwegen und Aktionen der Mitspieler", sagte er. "Ich muss versuchen, den einen Schritt schneller am Ball zu sein als der Gegner."

"Mit Kritik kann jeder umgehen"

Selbstkritik suchte man bei Mario Götze dagegen vergeblich. Ihn scheinen die Diskussionen rund um seine Person wenig zu interessieren. "Mal ist man der Hund, mal der Baum. Mit Kritik kann jeder umgehen", so der Weltmeister. Solche Themen seien normal im Fußballgeschäft. Das gehöre eben dazu.

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Angreifer Mario Götze arbeitet viel, konnte isch bisher abe rnoch nicht entscheidend in Szene setzen

"Wir sind aber alle Profis genug, um uns trotzdem wieder aufs nächste Spiel zu freuen. Wir haben sehr gute Voraussetzungen für den Gruppensieg", floskelte Götze. Beide Spieler machten deutlich, sich nicht zu sehr mit den Diskussionen rund um die Nationalmannschaft zu beschäftigen. "Sonst geht man durch zu viele Wellentäler", sagte Müller.

Mit Spaß ins Achtelfinale

Den freien am Samstag Tag nutzten die Spieler, um sich abzulenken. Müller spielte Golf, Götze radelte mit einigen Mannschaftskollegen durch Evian. "Wir hatten ein bisschen Spaß zusammen. Das war auch mal wichtig, jetzt sind wir ja schon vier Wochen zusammen", berichtete Müller. Mit dem Training am Sonntagvormittag hat für den Weltmeister die Vorbereitung auf das Spiel am Dienstag (18 Uhr MESZ, ab 17:45 Uhr im DW-Liveticker) gegen Nordirland begonnen. Im dritten und letzten Gruppenspiel will die DFB-Elf den Einzug ins Achtelfinale klar machen und als Gruppenerster in die K.o.-Phase starten.

"Wir werden Lösungen finden. Wir sind grundsätzlich sehr optimistisch, dass wir dieses Spiel gewinnen werden", sagte Götze. Auch Thomas Müller glaubt an einen Erfolg gegen den EM-Neuling, weiß aber auch, dass es wahrscheinlich kein Fußballfest werden wird." Der Gegner wird unabhängig vom Spielstand sehr viele Spieler um den eigenen Sechzehner haben, da ist deren fußballerische Qualität dann nicht mehr entscheidend", sagte der Bayern-Star. "Ich würde auch einen zähen Sieg wieder akzeptieren, dann das Geschriebene ertragen und mit ins Achtelfinale nehmen."

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