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Kommentar: Balance gesucht

Die DFB-Elf holt einen wichtigen Punkt gegen Polen. Die neu-formierte Abwehrreihe zeigt eine stabile Leistung, nur die Offensive hinterlässt einige Fragezeichen, kommentiert DW-Reporter Thomas Klein.

Mangelnde Einsatzbereitschaft kann man Mario Götze nun wirklich nicht vorwerfen. Der Nationalspieler rannte viel und eroberte auch in der eigenen Hälfte den einen oder anderen Ball. Götze arbeitete gut und intensiv nach hinten, nur in der Offensive fehlte dem Angreifer oft die Bindung zum Spiel. Er wirkte wie ein Fremdkörper. Doch damit war der Bayern-Spieler nicht alleine, denn auch seine Teamkollegen Mesut Özil, Thomas Müller oder auch Julian Draxler erwischten gegen die Polen nicht ihren besten Tag.

Klein Thomas Kommentarbild App

DW-Sportreporter Thomas Klein

Das Zusammenspiel der Ballkünstler war oft zu kompliziert. Es fehlt (noch) das Verständnis untereinander, damit die Automatismen greifen können. Für Bundestrainer Joachim Löw geht die Suche nach der optimalen Offensive also erst einmal weiter. Andre Schürrle dürfte ein aussichtsreicher Kandidat für die Position auf der linken Angriffsseite sein. Auch junge Talente wie der Schalker Leroy Sane hätten sicher einmal eine Chance verdient.

Hummels mit starken Debüt

Weniger Sorgen dürfte Löw seine Abwehrformation machen. Nach der schwachen, mitunter unsicher wirkenden ersten Vorstellung gegen die Ukraine steigerte sich die Defensive deutlich. Mats Hummels ersetzte Shkodran Mustafi und lieferte, bis auf ein paar Ausnahmen, eine überzeugende erste Vorstellung bei der Europameisterschaft ab. Gemeinsam mit Jerome Boateng bildete er eine kompakte Innenverteidigung. Vor allem Boateng unterstrich bei den Duellen gegen Stürmer-Star Robert Lewandowksi seinen Status als Weltklasse-Verteidiger mehrmals. Zudem präsentierten sich auch die beiden Außenspieler, Benedikt Höwedes und Jonas Hector, in verbesserter Form.

Löw muss für die dritte Partie gegen Nordirland das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen finden. Viel Zeit zum Ausprobieren hat er aber nicht mehr, denn nach nur zwei vollen Trainingstagen muss das deutsche Team erneut ins Flugzeug steigen und nach Paris reisen. Eines steht also fest: Die DFB-Elf muss sich ins Turnier kämpfen. Dass sie das können, haben die Weltmeister schon bewiesen - zuletzt vor zwei Jahren.

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