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Filme

Libanon verbietet "Wonder Woman"-Film

Der US-amerikanische Blockbuster "Wonder Woman" ist kurz vor seinem Kinostart im Libanon verboten worden. Grund ist die Verkörperung der Hauptfigur durch die israelische Darstellerin Gal Gadot.

Die chinesische Weltpremiere von "Wonder Woman" am 15. Mai war noch ohne Probleme über die Bühne gegangen. Der mit rund 120 Millionen US-Dollar produzierte Film ist der jüngste Versuch Hollywoods, populäre Comichelden auch im Kino zu Geld zu machen. Im Nahen Osten kam es jedoch jetzt zum Eklat. "Wonder Woman" von der US-amerikanischen Regisseurin Patty Jenkins sollte am 31. Mai eigentlich auch im Libanon starten. Dort wurde er jetzt aber verboten.

Boykott wegen israelischem Star

Das Land befindet sich offiziell im Kriegszustand mit Israel und boykottiert aus diesem Grund schon seit Jahren Produkte aus dem Nachbarland. Die Titelfigur der "Wonder Woman" wird in dem US-Film von der populären israelischen Schauspielerin Gal Gadot gespielt. Die frühere "Miss Israel" hat nicht nur als Model gearbeitet, sondern auch zwei Jahre Wehrdienst in der israelischen Armee geleistet. Während der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen 2014 verkündete sie via Facebook, sie stehe den israelischen Streitkräften bei, die ihre Heimat vor den schrecklichen Taten der Hamas beschützen.

Gal Gadot spielte in mehreren Teilen der weltweit erfolgreichen "Fast & Furious"-Kinoserie mit und war als "Wonder Woman" bereits im vergangenen Jahr in dem Film "Batman v Superman: Dawn of Justice" in einer Nebenrolle zu sehen.

Anhänger der Kampagne, die sich für ein Verbot des Films im Libanon eingesetzt hatten, begrüßten die Entscheidung des libanesischen Innenministeriums, den Film nicht in die Kinos zu bringen.

Straßenszene in der Hauptstadt Beirut mit Plakat des Films Wonder Woman und Frau, die Taxi ruft (picture-alliance/AP Photo/H. Malla)

Die Plakate hingen schon im Libanon - nun müssen sie wieder abgenommen werden

Seit 1941 kämpft "Wonder Woman" für das Gute

Die Comic-Verfilmung von "Wonder Woman" geht auf eine der ersten Comicvorlagen zurück. Im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Vorlagen zeichnet sich diese dadurch aus, dass eine Frau zur Heldin wird. Als Comic erschien die Figur der "Wonder Woman" erstmals im Jahre 1941. Sie wurde in den Folgejahrzehnten mehrfach variiert, verkaufte sich dauerhaft erfolgreich. Sie ist angelehnt an ihre männlichen Superheldenfiguren und hat ebenso überirdische Kräfte wie magische Waffen.

Erster großer Kinofilm mit "Wonder Woman"

Im Fernsehen liefen bereits früher Serien mit der Figur der "Wonder Woman". Auch in Zeichentrickfilmen tauchte die Fantasy-Figur schon auf. Als Realfilm ist "Wonder Woman" jetzt aber zum ersten Mal im Kino zu sehen. Regie führte die Kalifornierin Patty Jenkins, deren Debüt "Monster" 2004 auf der Berlinale einen Silbernen Bären für die beste Hauptdarstellerin (Charlize Theron) erobern konnte. Partner von Gal Gadot in dem neuen Film sind unter anderem Chris Pine, Robin Wright und Danny Huston.

 Darstellerin Robin Wright in Wonder Woman in einer Kampfszene (picture-alliance/Everett Collection/Warner Bros./A. Bailey)

Kämpft vorerst nicht im Libanon für das Gute - Nebendarstellerin Robin Wright in "Wonder Woman"

In den vergangenen Jahren hatte sich die Verfilmung von Superhelden-Comics als einträgliches Geschäft für Hollywood erwiesen. Die amerikanische Produktionsfirma Warner Bros. erhofft sich von dem nun weltweit in die Kinos gebrachten Film in den Sommermonaten Einnahmen in Millionenhöhe.

In den USA wird der Löwenanteil der Kinoeinnahmen traditionell in den kommenden wärmeren Monaten erwirtschaftet. Dort hatte der Film "Wonder Woman" am 25. Mai Premiere gefeiert. Regulär kommt er in den USA am 2. Juni ins Kino. Der deutsche Kinostart ist für den 15. Juni vorgesehen.

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