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Wirtschaft

Konsum 2015 stark gestiegen

Die Deutschen kaufen gerne ein und davon profitiert die Wirtschaft. Der private Konsum stieg 2015 so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr. Für 2016 gehen die Konsum-Prognosen weit auseinander.

Die Deutschen gaben - bereinigt um steigende Preise - 1,9 Prozent mehr aus. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Niedrige Zinsen führen dazu, dass den Verbrauchern das Geld locker sitzt. Zudem haben die geringe Inflation und die gute Lage am Arbeitsmarkt die Kauflaune angekurbelt. Die Zahl der Erwerbstätigen kletterte 2015 auf das Rekordniveau von 43 Millionen.

Im EU-Schnitt stiegen die privaten Konsumausgaben durchschnittlich um 2,1 Prozent und damit ähnlich stark wie in Deutschland. In Großbritannien lag das Plus mit 2,9 Prozent deutlich höher als in der Bundesrepublik, in Frankreich mit 1,4 Prozent und in Italien mit 0,9 Prozent jedoch niedriger.

Kauflaune wird 2016 nicht absacken

Gemessen in jeweiligen Preisen - also einschließlich der Inflation - stiegen die privaten Konsumausgaben 2015 um 2,6 Prozent auf 1,63 Billionen Euro. Die Haushalte gaben vor allem mehr Geld für Beherbergung und Gastronomie (plus 6,0 Prozent) sowie für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (plus 3,4 Prozent) aus. Die Konsumausgaben für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe erhöhten sich nur um 1,1 Prozent. Dies hängt hauptsächlich mit den Preisrückgängen bei Heizöl zusammen, wie die Statistiker erklärten.

Auch für das laufende Jahr erwarten Ökonomen viele Impulse vom privaten Konsum für das Wachstum der gesamten Wirtschaft. Wegen der Unsicherheit über die Konjunkturabschwächung in großen Schwellenländern wie China gehen die Prognosen aber weit auseinander. Pessimisten rechnen für 2016 nur mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um rund 1,3 Prozent. Optimisten hingegen trauen Deutschland ein beschleunigtes Wachstum von etwa zwei Prozent zu, nach 1,7 Prozent im Vorjahr.

iw/ul (rtr, dpa)