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Tennis

Kerber erreicht zweite Runde in Wimbledon

Deutschlands Tennisstar Angelique Kerber gibt sich in der ersten Runde des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon keine Blöße. Die Weltranglisten-Erste wirkt gegen Irina Falconi aus den USA jedoch noch ziemlich nervös.

Am Ende wirkte sie locker und erleichtert. Angelique Kerber gab den Tennisfans auf dem Center Court in Wimbledon fleißig Autogramme und ließ sich auf Selfies mit ihnen ablichten. Fünf Wochen nach ihrem enttäuschenden Erstrunden-Aus bei den French Open in Paris gewann die Weltranglisten-Erste ihr Auftaktmatch auf dem "Heiligen Rasen" von Wimbledon gegen die Qualifikantin Irina Falconi aus den USA mit 6:4 und 6:4. "Sie hatte nichts zu verlieren. Es war ein hartes erstes Match", sagte Kerber, nachdem sie nach 87 Minuten gleich ihren ersten Matchball verwandelt hatte. Zuvor hatte sie häufig nervös gewirkt. Ihr waren viele leichte Fehler unterlaufen. "Ich bin froh, die erste Runde überstanden zu haben", räumte Kerber ein. "Jetzt schaue ich nur noch von Spiel zu Spiel." In der zweiten Runde trifft die 29-Jährige entweder auf die Belgierin Kirsten Flipkens oder die Japanerin Misaki Doi. 2016 hatte Kerber das Finale von Wimbledon erreicht, sich dort aber der US-Amerikanerin Serena Williams geschlagen geben müssen. Williams ist schwanger und fehlt deshalb in diesem Jahr beim wichtigsten aller Tennisturniere. 

Auch Maria und die Zverevs weiter

Mit Tatjana Maria schaffte eine weitere Spielerin aus Deutschland den Sprung in Runde zwei. Die 29-Jährige profitierte beim Stand von 6:3, 2:2 von der Aufgabe ihrer Gegnerin Anastasia Potapowa. Die 16 Jahre alte Russin war ausgerutscht und unglücklich auf das linke Knie gefallen. Maria spielt am Donnerstag gegen die US-Amerikanerin Coco Vandeweghe, die gegen die Deutsche Mona Bartel mit 7:5 und 6:2 gewann.

Neben Kerber und Maria stehen auch die beiden Zverev-Brüder Alexander und Mischa in Runde zwei. Alexander, der Jüngere, setzte sich gegen den Russen Jewgeni Donskoi nach 1:50 Stunden mit 6:4, 7:6 (7:3) und 6:3 durch. Sein Bruder Mischa revanchierte sich erfolgreich gegen Bernard Tomic, gegen den er erst am vergangenen Donnerstag in Eastbourne deutlich verloren hatte. Diesmal ließ er dem Australier beim 6:4, 6:3, 6:4 kaum eine Chance. Tomic ließ sich im zweiten Satz vom Turnierarzt behandeln und bewegte sich anschließend nur noch sehr sparsam.

Djokovics und Federers Gegner geben auf

Novak Djokovic. Foto: Getty Images

Novak Djokovic musste nicht zu Ende spielen

Der an Nummer 2 gesetzte Serbe zog Novak Djokovic mühelos in die nächste Runde ein. Sein Gegner, der Slowake Martin Klizan, gab beim Stand von 6:3, 2:0 für Djokovic wegen einer Wadenverletzung auf. Auch für Alexander Dolgopolow aus der Ukraine, den Kontrahenten Roger Federers, ging beim Stand von 3:6 und 0:3 nicht mehr weiter. Ein leichter Sieg für Federer, der es in den 43 Minuten des abgebrochenen Matches auf dem Centre Court aber dennoch schaffte, zwei Meilensteine seiner Karriere zu erreichen. Zunächst servierte er sein 10.000 Ass - nur die Kroaten Ivo Karlovic und Goran Ivanisevic haben mehr geschlagen. Dann feierte er seinen 85. Erfolg in Wimbledon, mit dem er sich in dieser Kategorie an die Spitze vor Jimmy Connors setzte. Federer spielt im All England Club um seinen achten Titel, bislang teilt er sich die Führung in der Bestenliste mit Pete Sampras aus den USA und William Renshaw aus Großbritannien.

Ausgeschieden sind Lennard Struff und Daniel Brands. Struff verlor gegen den Vorjahres-Finalisten Milos Raonic aus Kanada mit 6:7 (5:7), 2:6, 6:7 (4:7), Brands gegen den Franzosen Gael Monfils mit 3:6, 5:7, 4:6.

sn/asz/jhr (sid, dpa)

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