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Tennis

Tommy Haas verabschiedet sich aus Wimbledon

Altmeister Tommy Haas verabschiedet sich endgültig vom Heiligen Rasen in Wimbledon. Ein anderer Deutscher macht es besser: Dustin Brown triumphiert und erwartet nun einen großen Gegner.

Jetzt also auch der letzte Auftritt in Wimbledon: Auf seiner emotionalen Abschiedstournee hat Tommy Haas einen weiteren Achtungserfolg verpasst. Beim traditionsreichsten aller Tennisturniere schied der 39-Jährige am Montag in der ersten Runde aus. Und er scheiterte dabei mehr an sich selbst: Dem belgischen Qualifikanten Ruben Bemelmans unterlag der gebürtige Hamburger nach 2:40 Stunden 2:6, 6:3, 3:6, 5:7. Nur Sekunden, nachdem die Niederlage besiegelt war, verließ Haas unter dem freundlichen Applaus und einigen "Tommy"-Rufen den Außenplatz 16. "Irgendwie hat es bei mir nicht so besonders gut gepasst. Leider habe ich mich auch körperlich nicht so gut gefühlt", sagte Haas, der einräumte zuletzt "viel Schmerzmittel" genommen zu haben, um trotz Verletzungen doch noch für Wimbledon fit zu werden. 

Brown trifft auf Murray

Ein anderer Deutscher war dagegen im Vollbesitz seiner Kräfte: Dustin Brown gewann als erster von insgesamt 17 deutschen Tennisprofis sein Auftaktmatch. Der Weltranglisten-97. setzte sich gegen den Portugiesen Joao Sousa mit 3:6, 7:6 (7:5), 6:4 und 6:4 durch. In der nächsten Runde wird er wohl, zwei Jahre nach seinem sensationellen Sieg gegen Rafael Nadal, wieder auf den Centre Court zurückkehren.

Wimbledon Championships 2017 | Dustin Brown, Deutschland (Reuters/M. Childs)

Mit fliegender Mähne: Dustin Brown ist eine Runde weiter, erwartet nun aber einen großen Gegner.

Denn Brown trifft in der zweiten Runde auf keinen Geringeren als Andy Murray aus Großbritannien. Der Titelverteidiger gewann seine Erstrundenpartie gegen den Kasachen Alexander Bublik glatt in drei Sätzen mit 6:1, 6:4 und 6:2. Das Duell zwischen Murray und Brown am Mittwoch dürfte auf dem mit 15.000 Zuschauern größten Platz der Anlage ausgetragen werden. 

Brown hatte gegen Sousa bereits 3:6, 3:5 in Rückstand gelegen, ehe er zu seinem Spiel fand und die Zuschauer mit spektakulären Schlägen begeisterte. Der Deutsch-Jamaikaner feierte nach zwei Stunden seinen ersten Grand-Slam-Erfolg seit einem Jahr, 2013 und 2015 hatte er mit dem Einzug in die dritte Runde von Wimbledon seine besten Resultate bei einem Major-Turnier erzielt.

Mayer profitiert von Aufgabe

Auch der Deutsche Florian Mayer ist in die zweite Runde von Wimbledon eingezogen. Der 33-Jährige profitierte von der Aufgabe seines serbischen Gegners Viktor Troicki, nachdem er den ersten Satz mit 6:1 gewonnen hatte. Mayer trifft in Runde zwei auf Marin Cilic (Kroatien/Nr. 7), der die langjährige deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber mit 6:4, 6:2, 6:3 deklassierte. 2004 und 2012 hatte Mayer das Viertelfinale im All England Club erreicht, bei seinen letzten drei Teilnahmen verlor er jedoch stets in der ersten Runde. Mayer ist neben Dustin Brown (Winsen/Aller) und Qualifikant Peter Gojowczyk (München) der dritte Deutsche in der Runde der letzten 64 Spieler, neun hatten sich für das Hauptfeld im Herreneinzel qualifiziert.

Mit Rafael Nadal schaffte es ein weiterer Topstar locker in die nächste Runde. Der an vier gesetzte Spanier gewann gegen John Millman aus Australien in drei Sätzen mit 6:1, 6:3, 6:2. Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich hatte ebenso wenig Mühe mit dem Briten Cameron Norrie und gewann 6:3, 6:2, 6:2.

asz/jw/sn (sid)

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