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Terrorismus

Kenia: Al-Shabaab tötet neun Menschen

Bei brutalen Angriffen im Grenzgebiet zu Somalia enthaupteten Kämpfer der islamistischen Al-Shabaab-Miliz mindestens neun Nicht-Muslime. Derweil ist der für den Kampf gegen Al-Shabaab zuständige Innenminister gestorben.

Mutmaßliche Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab haben im Norden Kenias nach Polizeiangaben mindestens neun Menschen umgebracht. Die Angreifer hätten in zwei Dörfern im Bezirk Lamu nahe der somalischen Grenze gezielt Nicht-Muslime angegriffen, wie ein ranghoher Polizeibeamter in der Region erklärte. Kenianische Medien berichteten, einige der Opfer seien mit der Machete enthauptet worden. Die Einzelheiten des Angriffs blieben jedoch zunächst unklar. Der Verwaltungschef des Bezirks Lamu, Joseph Kanyiri, bestätigte den Zwischenfall, nannte jedoch keine Details.

Kampf gegen Al-Shabaab-Miliz

Der in dem ostafrikanischen Land für die Bekämpfung von Al-Shabaab zuständige Innenminister, ist überraschend gestorben. Nur Stunden nach einem öffentlichen Auftritt wurde der 67-Jährige am Freitagabend in ein Krankenhaus eingeliefert. Er verstarb in der Nacht, wie Präsident Uhuru Kenyatta erklärte. Sein Amt übernimmt kommissarisch der bisherige Bildungsminister Fred Matiangi.

Präsident Kenyatta erwähnte den "unglücklichen" Vorfall in einer Ansprache nur kurz und versicherte allen Kenianern, dass ihre Sicherheit garantiert werde. Die aus dem Nachbarland Somalia stammende Al-Shabaab greift immer wieder Ziele in Kenia an, vor allem im nördlichen Küstenbereich.

Erst vor wenigen Tagen wurden bei einem Angriff im gleichen Gebiet im Ort Pandanguo drei Polizisten getötet. Die Angreifer der Al-Shabaab setzten der Regierung zufolge Maschinenpistolen und Raketenwerfer ein. Vor den Wahlen in Kenia im August hat die Zahl der Angriffe zuletzt zugenommen, vor allem im Norden nahe der Grenze zu Somalia.

pab/gri (dpa, rtr)