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Fußball

Kein Favoritensturz zum Abschluss

Der vierte und letzte Spieltag der 1. DFB-Pokalrunde verläuft ohne Überraschungen, alle höherklassigen Mannschaften setzen sich durch. Doch in den 90 Minuten kam zumindest Schalke 04 gehörig ins Schwimmen.

Nur mit größter Mühe hat sich der FC Schalke in die zweite Runde des DFB-Pokals gequält. Der Fußball-Bundesligist hatte beim enttäuschenden 2:0 (1:0) gegen den Fünftligisten FC Nöttingen riesige Probleme und offenbarte erhebliche Defizite. Vor rund 12.000 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion sorgten der niederländische Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (30. Minute) und in der Nachspielzeit Leon Goretzka (90.+3) für den äußerst schmeichelhaften Auftaktsieg.

Von einem Klassenunterschied war dabei nichts zu sehen, ganz im Gegenteil. Nöttingen hatte anfangs gleich zwei hochkarätige Möglichkeiten zur Führung. Erst konnte Timo Hildebrand einen Linksschuss von Mario Bilger (4.) gerade noch ans Aluminium lenken, dann traf auch Holger Fuchs (16.) per Kopf nur die Latte. Die in den ungewohnten türkis-grünen Ausweichtrikots angereisten Schalker agierten zu behäbig. Zumindest Julian Draxler versuchte aber, Struktur und Esprit in den Spielaufbau einzubringen. Doch dafür störten die Nöttinger zu früh und zu effektiv. Sechs Tage vor dem Bundesligaauftakt gegen den Hamburger SV blieb bei den "Königsblauen" vieles nur Stückwerk.

Mit Hängen und Würgen

Der Schalker Klaas-Jan Huntelaar (l.) bejubelt seinen Treffer zum 0:1 (Foto: Uli Deck/dpa)

Verhaltener Jubel von Klaas-Jan Huntelaar (l.)

Wie aus dem Nichts gelang dem Team von Jens Keller dann die schmeichelhafte Führung. Torjäger Huntelaar war mal wieder zur Stelle und verwandelte trocken aus rund zehn Metern. Rückenwind verschaffte das Schalke 04 aber nicht. Auch nach dem Wechsel klappte die Spielverlagerung kaum, Missverständnisse im Mittelfeld standen an der Tagesordnung, und ein ums andere Mal schlüpften die tapfer rackernden Nöttinger durch die unsichere Deckung.

S04 ließ auch gegen Ende der Partie Zielstrebigkeit vermissen. Vom klaren Willen, wie in der Vorsaison zumindest das Achtelfinale zu erreichen, war kaum etwas zu sehen. Nöttingen schwanden jedoch die Kräfte. Draxler (75.) scheiterte in dieser Phase nur knapp am starken Schlussmann Sascha Rausch. In der 88. Minute verpasste Bilger mit einem Fernschuss den Ausgleich. Goretzka dagegen sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung.

FC Bayern ohne Glanz

Der Münchener Torschütze Thomas Müller (2.v.l.) trifft mit diesem Kopfball zum 4:0 (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Thomas Müller (2.v.l.) trifft per Kopf zum 4:0

Zum Abschluss der über vier Tage verteilten 1. DFB-Pokal-Hauptrunde musste Triple-Gewinner FC Bayern als letzter Bundesligist ran. Mit einem glanzlosen 5:0 (2:0) gegen den Regionalligisten BSV Rehden zog das Team von Trainer Pep Guardiola in die zweite Runde ein. Doch begeistern konnte der Auftritt die zahlreichen Bayern-Fans in Osnabrück erst am Ende. Die wackeren Amateure aus dem Landkreis Diepholz erreichten nach einer beherzten Leistung ihr Ziel, nicht zweistellig zu verlieren. Berauschend oder spielerisch inspirierend war der Auftritt des Champions-League-Siegers beim Dorfclub nur selten.

Zuvor war Zweitligist Union Berlin wie schon im Vorjahr in die zweite Runde eingezogen. Die Köpenicker bestätigten in ihrem Erstrundenmatch beim Drittligaverein Jahn Regensburg ihre Favoritenstellung und gewannen mit 2:1 (2:1).

Der SC Paderborn hielt sich nach dem Fehlstart in der 2. Fußball-Bundesliga zumindest im DFB-Pokal schadlos. Beim Drittligisten MSV Duisburg siegten die in der Meisterschaft noch tor- und punktlosen Ostwestfalen mit 3:2 (2:1). Zwangsabsteiger Duisburg verpasste durch sein Scheitern hingegen den ersehnten kleinen Geldsegen: Der Einzug in die zweite Runde hätte den Zebras rund 200.000 Euro eingebracht.

Die Begegnungen der zweiten Pokalrunde werden am 10.08.2013 ausgelost. 32 Mannschaften sind noch im Rennen, darunter mit dem SC Wiedenbrück auch ein Verein aus der vierten Liga.

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