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Sport

Kaymer ohne Chance

Rory McIlroy dominiert auch den dritten Tag der British Open. US-Open-Champion Martin Kaymer und Superstar Tiger Woods spielen im Royal Liverpool Golf Club nur noch für die Galerie.

Rory McIlroy ist der Top-Favorit auf den Titel bei der 143. British Open im Royal Liverpool Golf Club. Mit sechs Schlägen Vorsprung geht der Nordire in die Schlussrunde des ruhmreichen Major-Turniers. Der 25 Jahre alte Publikumsliebling dominierte auch den dritten Tag in Hoylake und baute mit einer 68er Runde und dem Gesamtergebnis von 200 Schlägen seine Führung weiter aus. Rickie Fowler (206) aus den USA und der Spanier Sergio Garcia (207) kämpften sich am Samstag auf die Plätze zwei und drei vor.

US-Open-Champion Martin Kaymer hat als 45. keine Chance mehr auf den ersten Sieg eines Deutschen bei der British Open. Sein Rückstand vor der Schlussrunde auf den Spitzenreiter McIlroy beträgt bereits 17 Schläge. Kaymer spielte im Dauerregen auf dem Par-72-Kurs an der Nordwestküste Englands mit vier Birdies und vier Bogeys erneut eine Par-Runde. Bereits an den ersten beiden Turniertagen hatte Kaymer kein Glück mit dem Wind.

Zwei Eagles für den Publikumsliebling

Sehr zur Freude der britischen Golf-Fans dominierte McIlroy weiter die mit 5,4 Millionen Pfund (6,8 Millionen Euro) dotierten Open Championship. Mit der 68er Runde hielt er die stark aufspielenden Fowler (68) und Garcia (69) in Schach. Vor allem die beiden Eagles (jeweils zwei Schläge unter Par) auf den Spielbahnen 16 und 18 begeisterten die vielen Fans. Bisher konnte der Golfprofi aus der nordirischen Kleinstadt Holywood zwei Major-Turniere in seiner Karriere gewinnen: 2011 die US Open und ein Jahr später die PGA Championship.

Superstar Tiger Woods kehrte nach einer 73 frustriert ins Clubhaus zurück. Platz 58 und 19 Schläge Rückstand auf die Spitze sind auch für den 14-fachen Major-Sieger nur schwer zu verkraften. Wie Kaymer spielt der 38-jährige Kalifornier am Schlusstag der Open nur noch für die Galerie. Für Woods sind die British Open das erste große Turnier nach seiner Rückenoperation vor knapp vier Monaten.

Das vom Wetterdienst angekündigte Unwetter über dem Dünenplatz an der Küste blieb am Samstag zum Glück aus. Dennoch sorgte die Warnung für ein Novum bei der British Open. Zum ersten Mal in der 143-jährigen Geschichte des traditionsreichen Turniers starteten die Profis von zwei Spielbahnen aus in Dreier-Flights in die dritte Runde.

dk/qu (dpa)