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Wirtschaft

Kartellamt genehmigt Deutscher Bank Einstieg bei Postbank

Ihr Interesse an der Postbank hatte Deutschlands größte Bank, die Deutsche Bank, bereits vorigen Herbst bekundet. Doch bisher standen einem Einstieg die Kartellwächter im Weg. Deren Bedenken sind nun ausgeräumt.

Symbolischer Händedruck - Zwei Banker geben sich die Hand, Foto-AP

Hand drauf - die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Frank Appel (r.), und Deutsche-Bank-Chef, Josef Ackermann

Die Deutsche Bank darf bei der Postbank einsteigen, der Weg für eine schrittweise Übernahme ist frei. Das Bundeskartellamt in Bonn erteilte die nötige Freigabe zum schrittweisen Erwerb der Anteilsmehrheit. Das geht aus einer im Internet veröffentlichten Mitteilung der Behörde hervor.

Die Deutsche Bank plant einen Einstieg bei der Postbank in drei Schritten. Dazu will sie nach eigenen Angaben zunächst 50 Millionen Aktien der Postbank vom bisherigen Hauptaktionär Deutsche Post übernehmen. Das enspricht einem Anteil von zunächst 22,9 Prozent an der Postbank, anschließend hat die Deutsche Bank Optionen auf die Mehrheit.

Indirekt wird auch der Staat Anteilseigner

Die Postbank-Mutter, die Deutsche Post, soll im Gegenzug für den Verkauf der Anteile rund acht Prozent der Deutschen Bank erhalten. Damit wird indirekt auch der Staat, dem zum Teil die Deutsche Post gehört, an der größten deutschen Bank beteiligt.

Deutsche Bank in Frankfurt

Das Firmenlogo der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist als Universalbank tätig und betreibt große Niederlassungen zum Beispiel in London, New York, Singapur und Sydney. Im Herbst 2008 hatte die Bilanzsumme bei 2061 Milliarden Euro gelegen. Rund 81.000 Mitarbeiter gehören dem Kreditinstitut an. Im deutschen Privatkundengeschäft verfügt die Bank jedoch nur über einen Marktanteil von sechs Prozent. Durch den Einstieg bei der Postbank bieten sich für die Deutsche Bank im Privatkundengeschäft nun neue Perspektiven.

Übernahme-Pläne wurden nachgebessert

Post und Deutsche Bank hatten die Übernahme-Pläne im Grundsatz schon im Herbst vergangenen Jahres ausgearbeitet, sie hatten sich aber zuletzt auf neue Bedingungen bei der Übernahme der Postbank verständigt. Anlaß für die Neuaushandlung der Konditionen waren die Finanzkrise und Verluste der Deutschen Bank. Durch die neuen Vereinbarungen ist für die Deutsche Bank das fast fünf Milliarden Euro schwere Geschäft nun kapitalschonender, gleichzeitig erhält die Post das Geld für ihre Banktochter jetzt drei Jahre früher als ursprünglich geplant.

Foto-AP

Erst 1989 gegründet - Die Postbank

Die Postbank mit Unternehmenssitz in Bonn ist vergleichsweise jung; die Bank wurde 1989 gegründet. Dem Unternehmen gehören knapp 22.000 Mitarbeiter an. Rund 14,5 Millionen Kunden nutzen die Dienste der Bank. Die Bilanzsumme der Postbank lag zuletzt bei rund 194 Milliarden Euro. (haz)

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