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Sport

Kampf der Systeme

Die einen gelten als Offensivkünstler, die anderen mischen Beton - im Duell der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft mit Serbien-Montenegro kommt es zum "Kampf der Fußball-Kulturen".

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Vor dem Jubel steht ein hartes Stück Arbeit

Im ersten WM-Spiel seit acht Jahren erwartet die neue Oranje-Generation (die Nummer 3 der FIFA-Rangliste) in ihrem Auftaktspiel in Leipzig mit Serbien-Montenegro (Platz 44) ein unangenehmer und gefährlicher Gegner. Hollands Kapitän Edwin van der Sar, einer von drei WM-"Veteranen" von 1998, rechnet in der vom Kaiserslauterer Markus Merk geleiteten Partie mit einem harten Stück Arbeit.

Das Duell ist geprägt von unterschiedlichen Philosophien. Die Niederländer, auch unter Bondscoach Marco van Basten um attraktiven Offensiv-Fußball bemüht, müssen sich gegen die überragende Defensive von Serbien-Montenegro durchsetzen. Die Elf von Ilija Petkovic kassierte in der WM-Qualifikation in zehn Spielen nur ein Gegentor und wies damit die beste Abwehr aller 32 WM-Teams auf.

"Todesgruppe C"

"Sie sind sehr gut organisiert und stehen kompakt. Es wird ein hartes Match", meinte Oranje-Sturmführer Ruud van Nistelrooy. Der 29-Jährige von Manchester United betont, dass man sich in der "Todesgruppe" mit Argentinien, der Elfenbeinküste und Serbien-Montenegro "keinen Fehler" erlauben kann.

WM Fußball Serbien Mateja Kezman

Kann Mateja Kezman sich wieder so freuen wie in der Qualifikation?

Der bei ManU in Ungnade gefallene van Nistelrooy trifft bei seinem WM-Debüt auf Serbiens Stürmerstar Mateja Kezman, der ihn einst als Torjäger beim PSV Eindhoven beerbte. Der 27-Jährige spielte vier Jahre für den PSV und wurde zweimal Torschützenkönig in den Niederlanden, bevor er gemeinsam mit Arjen Robben zum FC Chelsea wechselte. Mittlerweile schießt Kezman seine Tore für Atletico Madrid.

Gelassenheit vor der Bewährungsprobe

Die Bilanz bei großen Turnieren ist für die Serben wenig ermutigend. 1998 in Frankreich schied das damalige Jugoslawien gegen Oranje im WM-Achtelfinale aus. Bei der EM 2000 fertigten die Niederländer den Gegner mit 6:1 ab. Für Marco van Basten ist das allerdings Geschichte. Seit zwei Jahren arbeitet er akribisch an einem Team, das nach der verpassten WM-Teilnahme 2002 an die großen Erfolge früherer Zeiten anknüpfen soll.

Womöglich sei es für Oranje ein gutes Omen, dass die WM in Deutschland stattfinde, meinte der 41-Jährige in Anspielung auf die Vizeweltmeisterschaft 1974 und den EM-Triumph 1988. Seiner ersten großen Bewährungsprobe als Bondscoach sieht er gelassen entgegen. Trotz der Sorgen um die zuletzt angeschlagenen Phillip Cocu, Wesley Sneijder und Rafael van der Vaart kann Van Basten am Sonntag wohl seine beste Elf aufbieten. (wga)

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