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Afrika-Cup

Kamerun erhofft, Ghana ersehnt das Finale

Die afrikanischen Powerfußball-Nationen Kamerun und Ghana treffen im zweiten Halbfinale des Afrika-Cups aufeinander. Kamerun schaffte es trotz schwieriger Umstände in die Runde der letzten Vier.

Beide Länder gewannen den Cup jeweils viermal, schnitten aber in den jüngeren Vergangenheit weniger erfolgreich ab: Ghana, WM-Viertelfinalist von 2010, gewann Afrikas höchst dotierten Titel zum letzten Mal 1982, während Kamerun 2002 zum letzten Mal triumphierte.

Kameruns Vorbereitung auf das Turnier wurde von der Absage von gleich sieben Spielern getrübt - darunter das hochkarätige Duo Joel Matip aus Liverpool und Schalkes Eric Maxim Choupo-Moting. Doch obwohl ihre wohl besten Spieler ausfielen, zeigten es die "Unbezähmbaren Löwen" ihren Kritikern, indem sie das Halbfinale erreichten.

Doch selbst wenn Matip und Choupo-Moting aufgetaucht wären, würden die meisten Kamerun-Fans feststellen, dass dem aktuellen Kader die Star-Qualität fehlt, die frühere Nationalmannschaften ausgezeichnet hat. Zum Beispiel die Elf, die 1990 in das WM-Viertelfinale einzog - dank der Legende Roger Milla - oder die Elf, die für jedes Team der 2000er Jahre gefährlich werden konnte, als nämlich ein gewisser Samuel Eto'o "regierte".

Mal wieder Prämien-Streit

Und was schon immer ein Problem im afrikanischen Fußball war, ist auch noch heute eines: Der Streit um würdige Turnier-Prämien für die Spieler. "Es stimmt, dass wir - nicht nur die Spieler, sondern wir alle - nicht glücklich sind mit unseren Prämien, weil das ein Zeichen von Respektlosigkeit ist", sagte Kameruns Nationalcoach, der 64-jährige Belgier Hugo Bross, bei der Pressekonferenz vor dem Spiel in Franceville. Das aktuelle Nationalteam Kameruns scheint jedoch trotz aller Widrigkeiten immer stärker zu werden, und so sollte man nicht meinen, dass der Prämienstreit die Chance auf Erreichen des Finales minimieren würde.

Hoffen auf Gyan

Während beide Teams danach streben, ihren Ruhm zu erneuern, giert Ghana geradezu verzweifelt nach Erfolg, denn es erreichte nun das Halbfinale bereits zum sechsten Mal in Folge. Die "Black Stars" sind leicht favorisiert und sie hoffen, dass ihr Kapitän und Top-Stürmer Asamoah Gyan am Donnerstag auflaufen kann, nachdem er den Viertelfinal-Sieg über die Demokratische Republik Kongo noch wegen Leistenproblemen verpasst hatte.

Bildergalerie Africa Cup Of Nations Ghana (gettyimages/AFP)

Die Brüder Andre (r.) und Jordan Ayew (2.v.r.) stürmen für Ghana

Selbst ohne ihn kann sich Ghana mit dem Stürmer- und Brüderpaar Andre und Jordan Ayew rühmen. Letzterer wechselte kurioserweise kurz vor Transferschluss am Dienstag zu einem anderen Klub - obwohl er sich gerade in Gabun befindet und sich auf das Halbfinale vorbereitet: Er verlässt Zweitligist Aston Villa und geht zum Erstligisten Swansea City. Dort spielte übrigens auch sein Bruder Andre, bevor er Anfang der Saison zu West Ham United wechselte.

Ghanas Co-Trainer Maxwell Konadu ist dennoch davon überzeugt, dass sich die Mannschaft voll und ganz auf das anstehende Spiel konzentrieren wird: "Ghana hat sich von Spiel zu Spiel verbessert und wir erwarten, dass sich das gegen Kamerun zeigen wird", erklärte er. "Kamerun hat bewiesen, dass es einer der unangenehmen Gegner im Nationen-Cup ist. Wir müssen hochkonzentriert sein, wenn wir gegen sie antreten."

mlm/pfd/og (AFP)

 

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