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Nahost

Iran buhlt um Gunst beim Asien-Gipfel

Irans Präsident Ahmadinedschad hat China, Russland und andere zur so genannten Schanghai-Gruppe gehörende Staaten zu einer intensiveren Zusammenarbeit im Energiesektor eingeladen.

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Präsident Ahmadinedschad (links) auf dem SCO-Gipfel in Schanghai

Auf einer Sitzung der aus elf Mitgliedern bestehenden Schanghaier Kooperationsorganisation (SCO) sprach sich der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad für engere Beziehungen des Irans mit der SCO aus. Er schlug ein Treffen der Energieminister im Iran vor, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Erschließung und Entwicklung von Energiequellen zu diskutieren.

"Drohungen der vorherrschenden Mächte"

Der Atomstreit überschattete den Gipfel mit den Präsidenten Chinas und Russlands, Hu Jintao und Wladimir Putin, und der zentralasiatischen SCO-Mitglieder Kirgisien, Tadschikistan, Kasachstan und Usbekistan. Ahmadinedschad hat sich gegen die Einschüchterung von Ländern und Gewaltandrohungen ausgesprochen. Er ging jedoch nicht direkt auf sein umstrittenes Atomprogramm ein. Der iranische Präsident sprach vielmehr von "Drohungen der vorherrschenden Mächte, Gewalt gegen andere Staaten einzusetzen, und die Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten". Die Förderung von Gerechtigkeit, der Respekt für den Aufstieg aller Nationen und auch der Kampf gegen Ungerechtigkeit und Einschüchterung seien entscheidend für die Schaffung von Frieden und Stabilität. Die Rede wurde im chinesischen Fernsehen übertragen.

Mehr Koordination gefordert

Die SCO-Mitglieder unterzeichneten zehn Abkommen über die SCO-Organisationsstrukturen, den Kampf gegen Terrorismus sowie den Ausbau der Zusammenarbeit in Wirtschaft, Kultur und Bildung. Gastgeber Hu Jintao schlug den Abschluss eines Vertrages unter SCO-Mitgliedern über Kooperation und gutnachbarschaftliche Beziehungen vor. Er forderte bessere strategische Koordination und mehr politische Zusammenarbeit. Die Mitglieder sollten sich "rechtzeitig über Maßnahmen abstimmen, um mit größeren internationalen und regionalen Fragen umzugehen". Im Kampf gegen den Terrorismus sollten Sicherheitsorgane mehr Informationen austauschen.

Das Handelsvolumen zwischen den sechs Ländern erreichte 2005 insgesamt 37 Milliarden US-Dollar (29 Mrd Euro), ein Zuwachs um 212 Prozent im Vergleich zum Gründungsjahr 2001.(kas)

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