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Wirtschaft

Hotelmarkt: Paukenschlag im Bieterstreit

Die US-Gruppe Marriott steht kurz davor, mir ihren Hotels zum Marktführer aufzusteigen. Im Bieterkampf um die US-Kette Starwood zogen sich die chinesischen Interessenten überraschend zurück.

Der chinesische Versicherer Anbang hatte erst in dieser Woche sein Angebot für Starwood erhöht. 14 Milliarden Dollar wollten die Chinesen für die Betreiber von Hotels wie Sheraton und Westin zahlen. Ihren Rückzieher begründeten sie nur mit "verschiedenen Marktüberlegungen".

Medienberichten zufolge hätte die chinesische Versicherungsaufsicht Einwände gegen die Übernahme haben können. Der Zeitung "Financial Times" zufolge konnten die Investoren keine ausreichende Finanzierung nachweisen.

Kuba Starwood Hotels & Resorts

Übernahmeobjekt Starwood

Vor der letzten Offerte durch Anbang hatte Starwood bereits ein Angebot von Marriott in Höhe von rund 13 Milliarden US-Dollar angenommen. Nun sollen Aktionäre beider Seiten in einer Woche über den Zusammenschluss entscheiden.

Es würde dann der weltgrößte Hotel-Konzern mit 5.700 Häusern und 1,1 Millionen Zimmern entstehen. Zu Marriott gehören bereits Hotelbetreiber wie Ritz-Carlton, Renaissance und Courtyard.

Übernahmephantasien mit Hindernissen

Beobachter werteten die Absage von Anbang als Rückschlag bei den Versuchen chinesischer Konzerne, Aktienunternehmen in den USA zu kaufen. Eine Übernahme von Starwood durch Anbang wäre das größte Geschäft dieser Art gewesen.

Zu solchen Übernahmeversuchen hatte die chinesische Führung die Konzerne des Landes ermuntert. Anbang hatte 2014 bereits das berühmte Waldorf-Astoria-Hotel in New York für fast zwei Milliarden Dollar gekauft. Im März dieses Jahres einigte sich Anbang zudem mit dem Finanzinvestor Blackstone über den Kauf der Kette Strategic Hotels & Resorts für 6,5 Milliarden Dollar.

Starwood betreibt fast 1.300 Hotels in 100 Ländern. Marriott mit bisher 4.400 Häusern schätzt die Einsparmöglichkeiten durch den Zusammenschluss auf 250 Millionen Dollar jährlich.

Eigentlich hatten Marriott und Starwood bereits im November 2015 eine Fusion vereinbart, die Mitte 2016 vollzogen werden sollte. Mitte März hatte jedoch die Bietergruppe um Anbang mit einer höheren Kaufofferte dazwischengefunkt.

ar/bea (rtr, dpa)

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