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Wirtschaft

Gewinneinbruch bei Daimler

Auch der deutsche Autobauer Daimler bekommt es nun mit den US-Behörden zu tun. Wieder geht es um Abgaswerte. Daimler legt derweil Quartalszahlen vor: Der Umsatz steigt, aber der Gewinn sinkt kräftig.

Unterm Strich verdiente Daimler noch 1,4 Milliarden Euro; das ist fast ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Dax-Konzern am Freitag mitteilte. Dabei war der Umsatz des Herstellers von Mercedes-Autos so stark wie noch nie in einem ersten Quartal: Er stieg um zwei Prozent auf 35 Milliarden Euro. Marktbeobachter hatten mit schwächeren Ergebnissen zum Jahresauftakt gerechnet, zumal Daimler im vergangenen Jahr zweistellig gewachsen war und die Vergleichsbasis damit hoch ist.

Der Konzern nannte als Grund für den geringeren Gewinn Absatzrückgänge bei S- und E-Klasse. An Oberklasse-Modellen verdienen Autobauer in der Regel besonders gut. Auch der Modellwechsel bei der E-Klasse wird zur Begründung für die Zahlen angeführt. Vorstandschef Dieter Zetsche äußerte sich dennoch optimistisch über die Aussichten für Daimler: "Im Jahresverlauf werden wir uns kontinuierlich verbessern und 2016 zu einem weiteren Erfolgsjahr machen", sagte er.

Bildergalerie Detroit-Automesse

Modellwechsel: die neue E-Klasse mit Daimler-Chef Zetsche

Sammelklage wegen Emissionswerten

Allerdings wird der Jahresverlauf womöglich durch die Entwicklungen in den USA nicht ganz einfach. In der Nacht war bekannt geworden, dass die US-Behörden auch Mercedes-Modelle von Daimler wegen ihrer Abgaswerte überprüfen. Die Überprüfung folgt auf Sammelklagen von US-Autobesitzern, die dem Hersteller illegal überhöhte Emissionswerte vorwerfen.

"Selbstverständlich kooperieren wir vollumfänglich mit den Behörden", sagte Daimler-Finanzchef Bodo Uebber bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Das US-Justizministerium habe das Unternehmen aufgefordert, das Zustandekommen der offiziellen Abgas-Werte in den USA intern und unter Einbeziehung der US-Aufseher unter die Lupe zu nehmen.

Minus an der Börse

Daimler hat die Anschuldigungen im Gegensatz zu Volkswagen bisher stets zurückgewiesen und betont, sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu bewegen. Die Aktie des Autokonzerns brach nach Öffnung der Börsen Freitag früh deutlich ein. In Frankfurt lag das Minus zwischenzeitlich bei fünf Prozent.

ar/ul (dpa, rtr, afp)

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