1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Germanwings-Piloten wollen Arbeit niederlegen

Die Pilotengewerkschaft Cockpit hat für Donnerstag zu einem neuen Streik aufgerufen. Von 12 Uhr bis Mitternacht sollen die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings bundesweit die Arbeit niederlegen.

Betroffen seien alle Flüge von Germanwings deutschlandweit, teilte die Piloten-Gewerkschaft mit. Bedauerlicherweise habe die Lufthansa keine Kompromissvorschläge aufgegriffen und mauere weiter, erklärte die Gewerkschaft. "Deswegen müssen sich die Kunden in der nächsten Zeit auf weitere Streiks einstellen." Cockpit hat seit April in sechs Streikwellen mehr als 4300 Flüge mit rund 500.000 betroffenen Passagieren ausfallen lassen. Es ist der siebte Streikaufruf der Gewerkschaft seit Ende August. Einen Ausstand sagte Cockpit kurzfristig wieder ab.

Im Tarifstreit geht es um die künftigen Übergangsrenten für 5400 Piloten und Co-Piloten der Fluggesellschaften Lufthansa, Lufthansa-Cargo und Germanwings. Die Lufthansa hat die bisherigen Regeln zum Jahresende 2013 gekündigt. Sie sieht sich wegen der harten Konkurrenz nicht mehr in der Lage, die im Branchenvergleich großzügigen Vorruhestandsregeln zu finanzieren. Das Unternehmen will erreichen, dass die Piloten frühestens mit 60 (bislang 55) Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen können. Zudem soll das durchschnittlich zu erreichende Austrittsalter von 58 auf 61 Jahre angehoben werden. Dazu wurden komplexe Übergangsregeln angeboten.

Zuletzt hatten die Piloten die Frachttochter Lufthansa Cargo bestreikt. Der zweitägige Ausstand vergangene Woche hatte nach Angaben der Lufthansa aber nur minimale Auswirkungen. Die Pilotengewerkschaft hatte daraufhin angekündigt "ein deutlicheres Zeichen setzen" zu wollen. Deutlich härter als der Ausstand bei Cargo hatten die Arbeitsniederlegungen davor die Lufthansa getroffen. Allein für den dreitägigen Vollstreik zum Auftakt im April hatte die Lufthansa von einem Verlust in Höhe von rund 60 Millionen Euro berichtet.

kle/uh (rtr, dpa, afp)

Die Redaktion empfiehlt