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Sport

Froome ist Favorit der 101. Tour de France

Vorjahressieger Chris Froome gilt auch in diesem Jahr als Topfavorit auf das Gelbe Trikot. Sein Hauptkonkurrent wird wohl der Spanier Alberto Contador sein. Die deutschen Radprofis hoffen auf Einzelerfolge bei der Tour.

Die Tour de France startet auf der Insel: am Samstag (05.07.2014) im englischen Leeds. Die ersten drei Etappen führen durch England bis nach London, wo die Tour im Jahr 2007 begann. Wie im Vorjahr wird auch diesmal zum Auftakt der Rundfahrt auf einen Prolog zugunsten einer richtigen Etappe verzichtet. Nach drei Tagen auf der Insel geht es auf das französische Festland. Insgesamt stehen 21 Etappen mit einer Gesamtlänge von mehr als 3.600 Kilometer auf dem Programm.

Grundsätzlich dürfte die Tour 2014 wieder eher etwas für die Kletter-Spezialisten unter den Fahrern werden. Auf den 21 Etappen gilt es, insgesamt 25 Anstiege zu bewältigen. Jeweils zwei Bergankünfte wird es in den Alpen (Chamrousse, Risoul) und den Pyrenäen (Pla d'Adet, Hautacam) geben. Der traditionelle Anstieg hinauf nach L'Alpe d'Huez bleibt den Fahrern in diesem Jahr erspart. Das einzige Einzelzeitfahren der Tour findet erst auf der vorletzten Etappe, über 54 Kilometer von Bergerac nach Périgueux, statt und dürfte spätestens die Entscheidung über den Gesamtsieg der 101. Tour de France bringen.

Froome gegen Contador

Titelverteidiger Christopher Froome ist mit dem Streckenprofil zufrieden. "Mehr Zeitfahr-Kilometer wären mir zwar lieber gewesen, aber der Kampf gegen die Uhr ist sehr lang und wird für große Zeitabstände sorgen", sagte der 29-jährige Brite. Nicht nur der Kapitän des Sky-Rennstalls selbst ist zuversichtlich. Auch viele Experten sehen in dem gebürtigen Kenianer den Favoriten auf den Gesamtsieg. Allerdings gab es zuletzt auch Doping-Schlagzeilen um den Vorjahreschampion. Dem Radsportweltverband UCI wurde vorgeworfen, Froome Anfang Mai fälschlicherweise die Verwendung eines kortisonhaltigen Medikamentes gestattet zu haben. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sah hier nach Prüfung der Sachlage jedoch keinen Verstoß der UCI.

Christopher Froome bei der Dauphiné-Rundfahrt in Aktion (Foto: Getty Images)

Christopher Froome bei der Dauphiné-Rundfahrt

Einen kleinen Vorgeschmack auf ein mögliches Tour-Duell gab es bereits Mitte Juni bei der Dauphiné-Rundfahrt, einem beliebten Vorbereitungsrennen für die Tour de France. Hier nahm Alberto Contador, Toursieger von 2007 und 2009 - 2010 wurde er aus der Siegerliste gestrichen - Chris Froome im direkten Duell am Berg ganze vier Minuten ab. Außenseiterchancen auf den Tour-Erfolg werden auch Vincenzo Nibali zugewiesen. Der 29 Jahre alte Italiener fokussierte seine gesamte Vorbereitung auf den Saison-Höhepunkt Tour de France. Nach dem Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt im Jahr 2010 und dem Triumph beim Giro d'Italia 2013 will Nibali nun auf der Frankreich-Rundfahrt den "Grand Slam" des Radsports einfahren.

Der Vorjahres-Zweite Nairo Quintana aus Kolumbien hat sich nach seinem

Erfolg beim Giro d'Italia

entschlossen, in diesem Jahr nicht an der Frankreich-Rundfahrt teilzunehmen. Unfreiwillig muss in diesem Jahr erneut Bradley Wiggins zuschauen. Der Brite hätte Chris Froome gerne als Edelhelfer zur Seite gestanden. Doch sein Team Sky verzichtete darauf, den 34-Jährigen zu nominieren.

Deutsche hoffen auf Etappensiege

Marcel Kittel jubelt nach seinem Ster ZLM Tour-Etappensieg (Foto: Getty Images)

Marcel Kittel nach einem Etappensieg

Bei den deutschen Radprofis hofft man eher auf Einzelerfolge. Der frisch gebackene deutsche Meister André Greipel soll seinem belgischen Team Lotto-Belisol Etappensiege sichern. An der Seite des 31-jährigen Sprinters wird wie in den Vorjahren Marcel Sieberg fahren. Die beiden Sprinter Marcel Kittel und John Degenkolb führen das niederländische Team Giant-Shimano an. Kittel hofft, seine zuletzt gute Form auch in Frankreich zeigen zu können. "Das Ziel für das Team und mich ist ein Etappensieg", sagte der 26-Jährige. Bei der vergangenen Tour konnte Kittel gleich vier Tageserfolge einfahren, trug zu Beginn das "Maillot Jaune" und entschied auch die prestigeträchtige Abschlussetappe in Paris für sich. Beim einzigen Einzelzeitfahren ist außerdem mit einem guten Abschneiden von Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin zu rechnen, der rechtzeitig zur Tour wieder in Schwung gekommen ist. Martin verpasste bei der Tour de Suisse nur knapp den Gesamtsieg.

Radprofi Jens Voigt (Foto: Getty Images)

17 Mal dabei - Jens Voigt darf sich durchaus "Mr. Tour de France" nennen

Letzte Tour für Voigt

Schon vor dem Start hat Jens Voigt für einen Rekord gesorgt. Der Altmeister wurde von seinem Team Trek erneut in das Aufgebot der Tour de France berufen. Der 42-Jährige steht damit vor seiner

17. Tour-Teilnahme

. So oft waren bisher nur George Hincapie und Stuart O'Grady an den Start gegangen. Voigt konnte bisher zwei Etappensiege (2001, 2006) feiern und trug an zwei Tagen das Gelbe Trikot (2001, 2005). "Die Tour überstrahlt alles, sie ist das größte Abenteuer der Welt. Dort werden Helden gemacht. Sie ist für uns Radsportler so wichtig wie eine WM für die Fußballer", sagt Voigt, der am Ende der Saison seine Karriere beenden will.

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