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Nach Rücktritt

Flynn kassierte Zehntausende Dollar von russischen Institutionen

Insgesamt sollen mehr als 55.000 Dollar von russischen und Russland-nahen Institutionen an Trumps ehemaligen Sicherheitsberater geflossen sein - unter anderem für den Besuch einer Gala an der Seite von Wladimir Putin.

Allein für die Teilnahme an der Gala erhielt Michael Flynn offenbar 33.000 Dollar. Das geht aus Dokumenten hervor, die der demokratische Kongressabgeordnete Elijah Cummings veröffentlicht hat. Cummings ist Mitglied in einem Gremium, das die Russlandkontakte Flynns vor dessen Ernennung zum Sicherheitsberater untersuchen soll.

Die Gala wurde im Dezember 2015 vom russischen Fernsehsender Russia Today (RT) veranstaltet, der in den USA als Propagandawerkzeug des russischen Geheimdienstes gilt. Dass Flynn nach Moskau gereist war und an der Veranstaltung teilgenommen hatte, ist bekannt - Fotos zeigen ihn als Tischnachbarn Putins. Sein Honorar für den Abend jedoch war bislang nicht öffentlich. Aus den Dokumenten geht auch hervor, dass RT während Flynns Reise Übernachtungen in Luxushotels bezahlte und andere Ausgaben beglich.

Zahlreiche Einnahmequellen

Flynns finanzielle Beziehung zu dem Sender könnte laut Cummings gegen einen Verfassungsgrundsatz verstoßen, der das Annehmen von Geschenken ausländischer Regierungen verbietet.

In einem Schreiben an Verteidigungsminister James Mattis und den Chef der US-Bundespolizei FBI, James Comey, listet Cummings weitere Einnahmen Flynns auf: darunter 11.250 Dollar aus der Kasse einer russischen Charter-Fluggesellschaft und 11.250 Dollar von einer US-Filiale der russischen Internet-Sicherheitsfirma Kaspersky. Darüber hinaus soll Flynn, damals noch Donald Trumps Wahlkampfberater, Ende vergangenen Jahres 530.000 Dollar für Lobby-Tätigkeiten für die Türkei erhalten haben. 

Der 59-Jährige hatte sein Amt als Sicherheitsberater Mitte Februar niedergelegt - offiziell wegen irreführender Angaben gegenüber Vizepräsident Mike Pence. Vor dem Antritt der Trump-Regierung hatte Flynn mit Botschafter Sergej Kisljak telefoniert. Die Gespräche wurden vom FBI abgehört, wodurch bekannt wurde, dass es um die vom damaligen Präsidenten Barack Obama wegen der Cyberattacken verhängten Russland-Sanktionen ging. Flynn hatte dies geleugnet.

hk/jj (ap, afp)

 

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