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Wirtschaft

Fluglotsenstreik mit europaweiten Folgen

Ein Fluglotsenstreik hat den Luftverkehr in Frankreich teilweise lahmgelegt. Vor allem Kurz- und Mittelstrecken waren betroffen - auch Verbindungen nach Deutschland und andere europäische Länder.

Nach Angaben der Betreiber fielen an den beiden größten Flughafen des Landes in Paris Charles de Gaulle und Orly etwa 40 Prozent der geplanten nationalen und internationalen Verbindungen weg. Zu Streichungen von Flügen in diesem Umfang hatte die Aufsichtsbehörde für die zivile Luftfahrt die Fluglinien vorsorglich aufgefordert. Neben den Hauptstadtflughäfen wurden Ausfälle unter anderem auch aus Lyon, Marseille, Toulouse oder Nizza gemeldet. Air France hatte angekündigt, Langstreckenflüge weitgehend aufrechtzuerhalten.

Allein der britische Billigflieger easyJet strich am Mittwoch 118 Flüge von und nach Frankreich. Die irische Ryanair sprach von Dutzenden Flugausfällen europaweit. Die Lufthansa annullierte 24 Flüge von und nach Frankfurt und München. Davon seien rund 2000 Passagiere betroffen, sagte ein Sprecher. Nach vorläufigen Planungen würden am Donnerstag acht weitere Lufthansa-Flüge gestrichen.

Morgen jeder zweite Flug gestrichen

Der französischen Flugaufsicht zufolge soll am Donnerstag sogar jeder zweite Flug ausfallen. Air France hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass 40 Prozent der Mittel- und zwei Drittel der Kurzstreckenflüge dem zweitägigen Streik zum Opfer fallen.

Die Fluglotsen protestieren gegen die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters von 57 auf 59 Jahre und eine wachsende Arbeitsbelastung in Folge von Stellenstreichungen. Die Gewerkschaft SNCTA drohte bereits mit weiteren Streiks in der Ferienzeit. Ein bereits Ende März vorgesehener Streik war nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französoschen Alpen kurzfristig abgesagt worden.

wen/SC (dpa, rtrd)