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Aktuell Deutschland

Piloten bei Lufthansa streiken weiter und weiter

Im Tarifstreik bei Deutschlands größter Fluggesellschaft, der Lufthansa, bewegt sich nichts. Die Pilotengewerkschaft Cockpit will deshalb auch am Samstag den Arbeitskampf fortsetzen.

Bestreikt würden Flüge auf der Langstrecke sowie von Lufthansa Cargo, teilte die Gewerkschaft am Donnerstagabend auf ihrer Internetseite mit. Der Ausstand soll den ganzen Tag über dauern. Bereits am Freitag müssen sich Passagiere auf Hunderte Flugausfälle einstellen. Dann konzentrieren sich die Streiks wie schon am Mittwoch wieder auf die Kurz- und Mittelstreckenflüge, nachdem am Donnerstag nur die Langstreckenflüge betroffen waren.

Hintergrund für die mittlerweile zwölfte Streikwelle der Piloten innerhalb eines Jahres bei der Lufthansa ist das erneute Scheitern der Tarifgespräche zwischen dem Unternehmen und der Piloten-Gewerkschaft, der Vereinigung Cockpit. Betroffen sind vor allem die beiden wichtigen Drehkreuze der größten deutschen Airline, Frankfurt und München. Wer mit den Tochterunternehmen Germanwings und Eurowings fliegen will, kann aufatmen: Hier soll nicht gestreikt werden.

Germanwings und Eurowings sind sicher

Zwischen dem Lufthansa-Konzern und der Gewerkschaft schwelt seit Monaten ein Tarifkonflikt. Zentraler Streitpunkt ist die Altersversorgung der Piloten. Die Lufthansa will die Kosten für die sogenannte Übergangsversorgung künftig nicht mehr übernehmen und die Altersgrenze dafür erhöhen. Bisher können Piloten mit 55 Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen. Bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter bekommen sie maximal 60 Prozent ihrer Bezüge weiter. Cockpit will die geplanten Einschnitte nicht akzeptieren.

An diesem Freitag dürften rund 84.000 Passagiere unter dem Ausstand zu leiden haben. Die einst als so zuverlässig bekannte Lufthansa versucht, angesichts der Konkurrenz der Billigflieger Ryanair und easyJet in Europa sowie Turkish Airlines und Emirates auf der Langstrecke, die Kosten zu drücken. Der Konzern argumentiert, die Piloten müssten sich in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Konzerns zwischen Privilegien und Perspektiven entscheiden. Cockpit hat für dieses Argument derzeit nicht viel übrig.

ml/djo (rtr,dpa,afp)