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Radsport

Ex-UCI-Boss Verbruggen gestorben

Der Ex-Präsident des Radsport-Weltverbands war um die Jahrtausendwende einer der einflussreichsten Sportfunktionäre. In seine Amtszeit fallen die Dopingsiege von Lance Armstrong, der Verbruggen der Mitschuld bezichtigt.

Der niederländische Sportfunktionär Hein Verbruggen ist tot. Der langjährige Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, zugleich viele Jahre Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), erlag am Mittwoch im Alter von 75 Jahren einem Krebsleiden. 

Verbruggen war um die Jahrtausendwende einer der einflussreichsten Sportfunktionäre. Der UCI stand er von 1991 bis 2005 vor, im IOC war er zwischen 1996 und 2005 sowie 2006 und 2008 Mitglied. Auf Verbruggens Wirken im Radsport liegt allerdings ein Schatten. In seine Amtszeit fallen unter anderem die sieben Tour-Siege des US-Amerikaners Lance Armstrong, dem die Erfolge im Jahr 2012 wegen systematischen Dopings aberkannt wurden.

Ein von einer unabhängigen Kommission erstellter Report, der sich mit der Doping-Vergangenheit im Radsport auseinandersetzt, bescheinigte Verbruggen und dessen Nachfolger Pat McQuaid im Zuge des Armstrong-Falls später umfassendes Fehlverhalten.  Armstrong selbst beschuldigte Verbruggen im Jahr 2013, er habe auf dessen Anraten bei der Tour de France 1999 ein Rezept rückdatieren lassen, um einen zu hohen Kortisonwert zu begründen. Verbruggen bestritt den Vorwurf. Armstrong hatte 1999 den ersten seiner sieben Tour-Siege errungen.

sw/sn (sid)

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