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Wirtschaft

Europas Airlines tun sich zusammen

Die fünf größten europäischen Airlines wollen niedrigere Flughafengebühren durchsetzen. Deshalb haben sie jetzt einen neuen Lobbyverband gegründet. Mit dabei Billigflieger wie auch klassische Fluglinien.

Eigentlich sind sie scharfe Konkurrenten, alteingesessene Fluggesellschaften wie Lufthansa oder British Airways und die Billiganbieter wie Easyjet und Ryanair. Aber wenn es um Kostensenkung geht, kennen sie nur Verbündete. Fünf Gesellschaften wollen ihre Verhandlungsposition nun gemeinsam verbessern und tun sich in einem neuen Lobbyverband zusammen. Mit dabei sind auch Air France/KLM. Der neue Interessenverbund wurde auf den Namen A4E getauft, das steht für „Airlines for Europe“.

In Amsterdam findet am Donnerstag eine europäische Luftfahrtkonferenz statt. Dort wurde der neue Verband auch am Vortag präsentiert. Die europäischen Fluggesellschaften stehen nicht zuletzt durch eine harte Konkurrenz aus den Golfstaaten stark unter Druck.

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Streitpunkt: Flughafen-Kosten

In einer in Amsterdam veröffentlichten Erklärung nennen die Fünf als Ziel von A4E, man wolle durch gemeinsamen Druck die eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern. Dabei geht es ihnen offenbar vor allem um niedrigere Flughafengebühren. Die fünf Unternehmen stützen sich in ihrer Forderung auf eine aktuelle Studie. Danach sind die Flughafengebühren an den zehn größten europäischen Airports seit 2005 um fast 90 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum seien dagegen die Preise für Flugtickets im Durchschnitt um fast 20 Prozent gesunken.

Der neue Verband soll seinen Sitz in Brüssel haben und will in den kommenden Monaten weitere Mitglieder aufnehmen.

ar/zdh (afp, dpa)

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