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Reise

Billigflieger: Mehr Strecken und sinkende Preise

Die Zeiten für Schnäppchen-Jäger und Vielflieger in Deutschland scheinen günstig wie schon lange nicht mehr. Es gibt so viele Billigflug-Verbindungen wie nie zuvor.

Für Anfang 2015 zeichnet sich ein Rekord bei günstigen Flugangeboten in Deutschland ab. Billigflieger bedienten 518 Strecken in und ab Deutschland und übertrafen damit die bisherige Höchstmarke von 507 Strecken im Winterflugplan 2011, wie aus dem aktuellen „Low Cost Monitor 1/2015“ (LCM) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervorgeht. 4800 Billigflieger-Starts pro Woche wurden im Januar 2015 gezählt – ein neuer Rekord. Besonders deutlich stieg Anfang 2015 die Zahl der Verbindungen innerhalb Deutschlands sowie zwischen Deutschland und Großbritannien.

Mit insgesamt 1800 Starts pro Woche und einem Marktanteil von 38 Prozent verdrängte Germanwings der DLR zufolge erstmals den angeschlagenen Konkurrenten Air Berlin vom Spitzenplatz. Der Grund: Germanwings hat einen Großteil der Strecken auf dem heimischen Kontinent abseits der Drehkreuze München und Frankfurt vom Mutterkonzern Lufthansa übernommen. Air Berlin schrumpfte ihr Billig-Angebot dagegen weiter auf 1700 Flüge pro Woche.

Bisher gab es zwischen den Billigfluggesellschaften in Deutschland kaum Wettbewerb - rund 87 Prozent der Strecken werden laut DLR nur von einer Gesellschaft mit Billigangeboten bedient. Doch das ändert sich gerade, nicht zuletzt weil der größte europäische Player im Billigsegment, Ryanair, den Wettbewerb anheizt. Nachdem die Iren über Jahre vor allem auf kleinere Flughäfen in der Provinz gesetzt hatten, bedienen sie nun zunehmend auch große Flughäfen wie Berlin, Brüssel, Köln und Rom. "Auf Strecken, wo es Wettbewerb gibt, dürften die Preise weiter sinken", meint Johannes Reichmuth, Direktor des Instituts für Flughafenwesen und Luftverkehr der DLR.

Insgesamt vereinen die sieben größten Billigfluggesellschaften Germanwings, AirBerlin, Ryanair, Easyjet, Wizz, flybe und Norwegian laut DLR 95 Prozent des deutschen Marktes auf sich.

at / fd, hd (dpa)