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Kultur

Erster "Preis der Pressefreiheit"

Ein neuer Medienpreis will ins öffentliche Bewusstsein rücken, "dass überall auf der Welt - und gerade auch weiterhin in Europa - für die Pressefreiheit gekämpft werden muss".

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Preisträger: Der serbische Journalist Miroslav Filipovic

Mit dem ersten "Preis der Pressefreiheit" ist am 5. November in Lübeck der serbische Journalist Miroslav Filipovic geehrt worden. Die Auszeichnung ist mit 7.500 Euro dotiert ist und wird vom Deutschen Journalistenverband (DJV) vergeben. Sie soll künftig alle zwei Jahre an Personen oder Institutionen vergeben werden, die sich besonders um die Pressefreiheit in Deutschland und/oder Europa verdient gemacht haben.

Filipovic erhielt den Preis für seine mutige Berichterstattung über die Kriegsverbrechen der serbischen Armee im Kosovo-Krieg. Seine Berichte für ausländische Medien hätten wesentlich dazu beigetragen, die Risse im Regime Slobodan Milosevics zu vertiefen.

Der 50-jährige Preisträger wurde vom Milosevic-Regime im vergangenen Jahr der Spionage und der Verbreitung falscher Informationen für schuldig befunden und zu sieben Jahren Haft verurteilt. Für das "Institute for War and Peace Reporting" (IWPR) hatte Filipovic im Internet Berichte veröffentlicht. Grund für seine Verhaftung war offenbar ein Artikel über den Kosovo-Konflikt, der Zeugenaussagen über Menschenrechts-Verletzungen durch serbische Soldaten und Truppen der jugoslawischen Armee enthielt.

Der Großteil der Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Gericht gab keine genauen Angaben über Anklage und Beweislage gegen Miroslav Filipovic frei. Nach dem Wahlsieg des neuen Präsidenten der Bundesrepublik Jugoslawien, Vojislav Kostunica, wurde Filipovic im Oktober letzten Jahres freigelassen.

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