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Aktuell Afrika

Erneut Terrorangriff auf Hotel in Somalia

Die Serie von Anschlägen auf Hotels in Mogadischu reißt nicht ab. Bewaffnete Angreifer verschanzten sich in einem bei Ausländern beliebten Hotel, nachdem eine Autobombe gezündet worden war.

Die Autobombenexplosion vor dem Hotel erschütterte am 25.06.2016 das Stadtviertel im Süden von Mogadischu (Foto: Reuters)

Die Autobombenexplosion erschütterte das Stadtviertel im Süden von Mogadischu

Die radikalislamische Terrorgruppe Al-Schabaab hat in der somalischen Hauptstadt Mogadischu erneut ein Hotel überfallen und Geiseln genommen. Ein Al-Shabaab-Sprecher bekannte sich zu dem Angriff. Der Überfall begann nach Polizeiangaben, als ein Selbstmordattentäter eine Autobombe vor dem Hotel Nasa-Nablood zündete. Anschließend verschanzten sich mehrere Extremisten in dem von Geschäftsleuten und Ausländern gern genutzten Hotel. Erst am Abend konnte die Polizei die Geiselnahme beenden. Insgesamt starben Sicherheitskräften zufolge mindestens 15 Menschen, darunter Wachpersonal des Hotels, Angreifer und Zivilisten.

"Wir haben das Hotel angegriffen, das von Mitgliedern der glaubensabtrünnigen Regierung benutzt wird", sagte der Sprecher der Al-Shabaab-Militäroperationen, Sheikh Abdiasis Abu Musab, der Nachrichtenagentur Reuters. Al-Shabaab-Kämpfer haben in der Vergangenheit mehrfach Hotels in Mogadischu attackiert. Ziel dabei sind vor allem Ausländer und Vertreter der Regierung, die von der

Afrikanischen Union

militärisch unterstützt wird.

Somalische Sicherheitskräfte sind rund um das angegriffene Hotel in Stellung gegangen (Foto: Reuters)

Somalische Sicherheitskräfte sind rund um das Hotel in Stellung gegangen

Zuletzt waren bei einem Angriff auf das

Hotel Ambassador

Anfang Juni mindestens 20 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Im Februar waren bei einem Anschlag auf das Hotel Syl ebenfalls mehr als 20 Menschen getötet worden.

Zahl der Geiseln unbekannt

Laut Polizei-Offizier Mohamed Hussein waren die Angreifer bei dem Überfall am Samstag mit Handgranaten und Maschinengewehren bewaffnet. Zwei der Extremisten seien auf dem Dach des Hotels getötet worden. Zahlreiche Hotelgäste seien durch eine Hintertür in Sicherheit gebracht worden.

Die Al-Shabaab-Miliz war im Jahr 2011 aus Mogadischu vertrieben worden. Seitdem greift sie immer wieder militärische und zivile Ziele an. Außerdem verübt sie Anschläge im Nachbarland Kenia, das Truppen zur Unterstützung der somalischen Regierung entsandt hat.

ago/kle (dpa, rtr, rtre, ape, afpe)

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