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Aktuell Afrika

Angriff auf Hotel in Somalia beendet

Erst nach stundenlangen Gefechten zwischen islamistischen Angreifern und Sicherheitskräften konnte ein Hotel in Mogadishu befreit werden. Kurz zuvor war der Regierung ein Schlag gegen die Al-Shabaab-Miliz gelungen.

Insgesamt sollen bei dem Anschlag nach Polizeiangaben mindestens 20 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden sein. Der Angriff begann am Mittwochabend damit, dass ein Selbstmordattentäter sich am Eingang des Hotels "Ambassador" mit einem Auto in die Luft sprengte. Die Explosion wurde von Augenzeugen als eine der schwersten beschrieben, die die seit Jahrzehnten von Bürgerkrieg und Gewalt erschütterte Stadt je erlebt habe. Danach stürmten drei Bewaffnete das Gebäude. Die Kämpfe zwischen ihnen und somalischen Sicherheitskräften dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Anwohner meldeten über den Kurznachrichtendienst Schüsse und weitere Explosionen. Unter den Toten befinden sich der Regierung zufolge auch zwei Abgeordnete des somalischen Parlaments.

Zu dem Angriff bekannte sich die militante islamistische Al-Shabaab-Miliz. Die Extremisten wollen seit Jahren einen sogenannten Gottesstaat in dem Land errichten. Somalias Präsident Hassan Sheikh Mohamud verurteilte den Anschlag. "Die Terroristen versuchen, Panik zu verbreiten, um unseren Bürgern ein Leben in Frieden zu verweigern", hieß es in einer Erklärung.

Erfolg im Kampf gegen Extremisten

Unmittelbar vor dem Angriff hatte die somalische Regierung einen bedeutenden Schlag gegen Al-Shabaab bekanntgegeben. Demnach soll der Drahtzieher des Anschlags auf die Universität im kenianischen Garissa, Mohamed Kuno, bei einem Drohnenangriff getötet worden sein. Gemeinsam mit 15 Komplizen sei er in der Nacht zum Mittwoch in einem Konvoi in der Hafenstadt Kismayo unterwegs gewesen, als die Armee angriff. Bei dem Anschlag in Garissa waren im April vergangenen Jahres 148 Menschen getötet worden, überwiegend Studenten.

Al-Shabaab versteht sich mehrheitlich als Teil des Terrornetzwerks Al-Kaida. Die Gruppe steht nach einer jüngsten Militäroffensive unter Druck, kontrolliert aber immer noch weite Teile des Landes. In Somalia sind insgesamt 22.000 Soldaten unter Mandat der Afrikanischen Union stationiert, die Al-Shabaab bekämpfen. Unterstützt wird die Amisom-Mission von der US-Armee und somalischen Sicherheitskräften, die unter anderem von der EU ausgebildet werden.

bri/stu (epd, dpa)