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Aktuell Europa

Ebola-Entwarnung in Schweden

Die Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet: Ein aus Afrika nach Schweden eingereister Mann ist nicht mit der lebensgefährlichen Ebola-Krankheit infiziert. In Afrika breitet sich das tödliche Virus weiter aus.

Es gebe "keinerlei Anhaltspunkte darauf, dass der Mann Ebola haben könnte", teilte die Sanitärbehörde in der schwedischen Hauptstadt Stockholm mit. Am Samstag hatte die Behörde den möglichen Ebola-Fall gemeldet. Der Verdacht war bei einem Ausländer aufgetreten, der vor einigen Tagen aus einem Ebola-Gebiet in Afrika eingereist war. Er wurde zu Untersuchungen in die Karolinska Universitätsklinik in Stockholm (Artikelbild) gebracht.

Viele europäische Länder befürchten, dass sich der Ebola-Virus auch hierzulande ausbreitet. Bereits mehrfach wurden Menschen in Europa isoliert, die mit Fieber aus afrikanischen Ländern zurückkamen. Bisher haben sich die meisten Verdachtsfälle in Ländern außerhalb Afrikas aber nicht bestätigt. Besorgniserregende Symptome wie Fieber und Durchfall gingen häufig auf Malaria oder andere Erkrankungen zurück.

Verdachtsfälle in Deutschland

Bei einem Verdachtsfall in Leipzig erwarten Experten am Montag das Ergebnis eines zweiten Tests. Ein erster Test war bei dem 45-Jährigen negativ verlaufen. Der Geschäftsmann war vor mehreren Tagen mit hohem Fieber aus Ebola-Gebieten im westafrikanischen Liberia zurückgekehrt. Die Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin in Leipzig hatte vorsorglich den Quarantänefall ausgerufen.

In Hamburg wird derzeit ein Ebola-Patient aus Senegal behandelt. Er hatte sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem Labor in Sierra Leone infiziert. Wegen der Schweigepflicht gab das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bislang keine Informationen zum Gesundheitszustand des Patienten bekannt.

Virus breitet sich in Afrika weiter aus

In Westafrika sind bereits mehr als 1500 Menschen am Ebola-Fieber gestorben. Neben Liberia, Guinea und Sierra Leone breitet sich Ebola auch im Senegal und in Nigeria aus. Der Ebola-Erreger löst hämorrhagisches Fieber aus. Gegen das Virus gibt es keine erprobten Medikamente. Eine frühzeitige Behandlung steigert allerdings die Überlebenschancen.

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen erklärte, wegen der Quarantäne von Ebola-Gebieten fehlten für rund 1,3 Millionen Menschen dort Nahrungsmittel. Man brauche deshalb über 50 Millionen Euro für Hilfe.

sp/fab(afp/rtr)