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Sport

Djokovic siegt im Wimbledon-Krimi

In einem furiosen und hochklassigen Finale setzt sich Novak Djokovic gegen Roger Federer durch. Der Serbe gewinnt in fünf Sätzen und ist wieder Weltranglisten-Erster. Federer verpasst einen Rekord.

Die Zuschauer auf dem Centre Court von Wimbledon wurden Zeugen eines spektakulären Finales. In einem vom ersten Satz an hochspannenden Match präsentierten Roger Federer und der topgesetzte Novak Djokovic Tennis der Extraklasse. Beide Spieler schenkten sich nichts und kämpften leidenschaftlich um jeden einzelnen Punkt. Am Ende jubelte der deutsche Trainer Boris Becker in seinem "Wohnzimmer", wo er einst selbst größte Erfolge feierte. 25 Jahre nach seinem letzten Triumüh als Spieler feierte er nun als Trainer von Djokovic dessen zweiten Titel beim prestigeträchtigsten Tennisturnier der Welt. Mit 6:7 (7:9), 6:4, 7:6 (7:4), 5:7 und 6:4 setzte sich der Serbe durch und verhinderte damit den achten Triumph des Schweizers und damit eine weitere historische Bestmarke für Federer. "Das ist das Turnier, von dem ich immer geträumt habe, es zu gewinnen", sagte Djokovic. "Es ist das beste Turnier, das wertvollste." Im vergangenen Jahr war Djokovic im Endspiel am Briten Andy Murray gescheitert. 2011 hatte er zum ersten Mal gewonnen.

Djokovic kehrt nach dem Sieg erstmals seit September 2013 auf Platz eins der Tennis-Weltrangliste zurück und löst dort den Spanier Rafael Nadal ab. Für seinen siebten Grand-Slam-Titel bekommt der 27-Jährige rund 2,2 Millionen Euro Preisgeld. Federer kassiert die Hälfte. Es war auch ein Wiedersehen der einstigen Tennisrivalen Becker und Stefan Edberg - der Schwede betreut Federer.

Djokovic vergibt ersten Matchball

Lange Ballwechsel, spektakuläre Netzangriffe und große Spannung prägten den finalen Showdown. Im ersten Satz ließ keiner der beiden einen Breakball zu. Der Tiebreak musste entscheiden. Nachdem Djokovic den ersten Satz abgegeben hatte, sicherte er sich zwei Sätze in Folge und einen Matchball beim Stand von 5:4 im vierten Durchgang, den er aber vergab. Federer rettete sich in den entscheidenden Satz. "Ich weiß nicht, wie ich es in den fünften Satz geschafft habe. Es hat nicht gut ausgesehen", räumte er später ein und kündigte einen weiteren Versuch an: "Bis zum nächsten Jahr!" Der 32-jährige Rekord-Grand-Slam-Sieger verpasste trotz seiner Moral die Chance, als erster Spieler zum achten Mal bei den All England Championships zu triumphieren. Nun schmücken weiterhin 17 Major-Titel seine imponierende Sammlung.

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