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Kultur

Die Regisseurin Catherine Breillat

Zwischen Sensibilität und Tabubruch - die französische Filmemacherin Catherine Breillat provoziert mit ihren Arbeiten Publikum und Kritik.

Für viele ist sie die wichtigste französische Regisseurin ihrer Generation: die 1948 geborene Catherine Breillat. Begonnen hatte sie als Schauspielerin, später etablierte sie sich auch als Romanschriftstellerin. Die vielfach Begabte drehte 1976 ihren ersten Spielfilm "Ein Mädchen", der jedoch erst 25 Jahre nach seiner Premiere in die französischen Kinos kam. Wie in ihren späteren Arbeiten stieß Breillat auch in ihrem Debüt an Grenzen. Ihr Thema, vor allem weibliche Sexualität und Identität, ging sie oftmals recht offenherzig an, zeigte die Körper ihrer Protagonisten ohne Scheu.

Voyeure werden sich in den Filmen der Catherine Breillat freilich langweilen. Für die Zeichnung ihrer Charaktere nimmt sich die Regisseurin viel Zeit. Dialoge und stille Beobachtungen beherrschen nicht selten die Szenerie. Und die Sequenzen, in denen sie dann männliche und weibliche Geschlechtsteile explizit ins Bild setzt, dauern jeweils nicht lang. Trotzdem hat man ihr, auch von feministischer Seite, vorgeworfen, sie provoziere bewusst.

Vergleicht man die Filme Breillats mit der pornografischen Bilderflut im Internet, sind diese Vorwürfe geradezu lächerlich. Catherine Breillat, die 2004 einen Schlaganfall erlitt, meldete sich drei Jahre später mit dem Film "Die letzte Mätresse" zurück. Vor vier Jahren war sie Gast der Berlinale und zeigte dort "Blaubarts jüngste Frau". Ihre Filme seien nicht dazu da Frauen zu verteidigen, sondern die Kunst, sagt die Regisseurin. Fünf Filme Breillats sind jetzt beim Anbieter "Pierrot le Fou" auf DVD erschienen.

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