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Frauenfußball-Europameisterschaft

DFB-Frauen mit torlosem EM-Auftakt

Zum ersten Mal bei dieser Ansetzung gibt es ein Unentschieden: Deutschland kommt beim EM-Start gegen Schweden erst spät ins Spiel - für eine erfolgreiche Titelverteidigung muss die Jones-Elf torgefährlicher werden.

Vor knapp elf Monaten gab es genau diese Ansetzung. Nur war es nicht ein Auftaktspiel, sondern das Finale. Bei den Olympischen Spielen gewannen die DFB-Frauen gegen Schweden mit 2:1 und damit die Goldmedaille. Jetzt bei der Europameisterschaft gab es bei ihrem 27. Aufeinandertreffen zum ersten Mal keinen Sieger - das Spiel endete torlos 0:0.

"Das war ein sehr intensives Spiel gegen einen defensiv eingestellten Gegner. Wir haben in der zweiten Halbzeit Lösungen gefunden, aber das Tor nicht gemacht. Dennoch können wir auf die Leistungen aufbauen", sagte die neue Bundestrainerin Steffi Jones gegenüber dem Fernsehsender ARD. Die eingewechselte Mandy Islacker, die zwei der besten Gelegenheiten in der Schlussphase vergab, stimmte zu: "Es war hart umkämpft und ausgeglichen. Wir hatten am Ende die besseren Chancen, konnten sie aber nicht nutzen."

Nervöser Beginn

Die DFB-Auswahl agierte nervöser als die erfahrenen und eingespielten Schwedinnen. Vor den Augen ihrer Vorgängerin Silvia Neid, die das Turnier als Scout begleitet, stand Jones die erste Hälfte fast durchgehend am Rande der Coachingzone und gab Kommandos. Es wirkte: Nach 20 Minuten fand Deutschland besser ins Spiel, das Aufbauspiel wurde stabiler, doch gefährliche Abschlüsse gab es im ersten Durchgang gegen die aufmerksame Schweden-Abwehr um die starke Wolfsburger Bundesliga-Legionärin Nilla Fischer nicht.

Niederlande Frauen Europameisterschaft 2017 | Deutschland gegen Schweden (Getty Images/AFP/D. Mihailescu)

Erfahrenste DFB-Spielerin: Anja Mittag, die in Schweden spielt, spielte solide, aber nicht auffällig

Noch vor der Pause dann der erste Rückschlag: In der 39. Minute kam Bundesliga-Torschützenkönigin Mandy Islacker für die am hinteren linken Oberschenkel verletzte Svenja Huth in die Partie - erneut verlor die DFB-Auswahl den Faden. Gleich nach Wiederanpfiff gab es jedoch dann endlich die erste Chance für Deutschland durch den Edel-Joker: Nach Flanke von Anna Blässe kam die heranrauschende Islacker unmittelbar vor dem Tor aber nicht an den Ball (48. Minute). Der Titelverteidiger hatte nun mehr Ballbesitz, musste aber immer auf Konter der schnellen schwedischen Offensivkräfte gefasst sein.

EM-Rekordprämie für DFB-Frauen

In der Schlussphase gab es dann zahlreiche sehenswerte Offensivaktionen. Erneut Islacker (65.) verfehlte das Tor nach Flanke von EM-Debütantin Carolin Simon nur um Haaresbreite. Auf der Gegenseite parierte DFB-Torhüterin Almuth Schult stark im Eins-gegen-Eins mit Stina Blackstenius (71.), die nach ihrer Einwechslung die Offensive des Europameisters von 1984 belebte. In der 83. Minute scheiterte erneut Islacker nach starkem Pass von Kapitänin Dszenifer Marozsan an Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl.

In den weiteren Partien der Gruppe B treffen die Deutschen, die im Fall des Titelgewinns eine EM-Rekordprämie in Höhe von 37.500 Euro kassieren, am Freitag in Tilburg auf Italien sowie am 25. Juli (jeweils ab 20.30 Uhr im DW-Liveticker) in Utrecht auf Russland. In beiden Duellen ist die DFB-Auswahl großer Favorit, die Russinnen bezwangen Italien zum Auftakt mit 2:1 (2:0).

Noch nicht genug vom Spiel? Dann lesen Sie die einzelnen Szenen doch noch mal in unserem Liveticker nach.

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