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Aktuell Deutschland

Deutschland trauert um Opfer des Germanwings-Absturzes

Im Kölner Dom hat die zentrale Trauerfeier für die Absturzopfer des Germanwings-Flugs begonnen. An dem Gottesdienst nimmt neben den Angehörigen die gesamte deutsche Staatsführung teil.

Dreieinhalb Wochen nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeuges findet in Köln ein ökumenischer Gottesdienst mit anschließendem Trauerakt statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Joachim Gauck, sowie Regierungsvertreter aus Frankreich und Spanien nehmen teil. 1400 Gäste kamen um der Opfer zu gedenken, unter ihnen etwa 500 Angehörige.

Korrespondenten berichteten von einer gedrückten Stimmung in Köln. Bevor der Gottesdienst begonnen hatte, legten zahlreiche Menschen Blumen vor dem abgesperrten Dom nieder. Auf vielen Werbetafeln der Innenstadt waren statt der üblichen bunten Bilder schwarze Trauerschleifen zu sehen - mit der Flugnummer 4U9525 der in den französischen Alpen zerschellten Maschine der Lufhansa-Tochtergesellschaft Germanwings.

Trauerbeflaggung

An Bord waren 150 Menschen, von denen niemand den Absturz überlebte. Der Copilot soll das Flugzeug nach bisherigen Ermittlungen absichtlich zum Absturz gebracht haben. "Köln trauert", hieß es in den sozialen Netzwerken. Für ganz Deutschland war Trauerbeflaggung angeordnet.

Für jeden Toten steht eine weiße Kerze im Dom. "Es sind 150 Opfer", hatte der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zuvor betont. Das Urteil über den Copiloten müsse man Gott überlassen. Woelki und die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, werden den Trauergottesdienst leiten.

"Ich hoffe und zittere auch ein wenig davor, das richtige Wort in diesem Augenblick zu finden, das Hoffnung und Trost spenden kann", sagte Woelki im Deutschlandfunk.

Traueranzeige der Lufthansa (Foto: dpa)

Traueranzeige der Lufthansa

Traueranzeigen der Lufthansa

Mit einer ganzseitigen Traueranzeige in mehreren großen Tageszeitungen gedachte die Lufthansa erneut der Todesopfer des Germanwings-Absturzes. "Wir trauern um unsere Passagiere und Kollegen, die am 24. März 2015 bei dem Flugzeugunglück der Germanwings in der Nähe von Seyne-les-Alpes ihr Leben verloren haben", heißt es in der Anzeige der Lufthansa Group. "Wir werden sie nie vergessen."

Angehörigen, Freunden und Kollegen der Verstorbenen gehöre das aufrichtige Mitgefühl der Lufthansa. "Wir werden Ihnen beistehen." Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte bereits bei einem Besuch der Unfallstelle in den französischen Alpen langfristige Hilfen für die Hinterbliebenen zugesagt.

wl/kle (dpa, afp, rtr)