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U21-EM

Deutschland steht im Finale der U21-EM

Deutschlands U21 treibt die Spannung im Halbfinale gegen England auf die Spitze. Erst das Elfmeterschießen bringt die Entscheidung zugunsten der Elf von Stefan Kuntz. Matchwinner wird der Torwart.

Der Traum vom nächsten U21-EM-Titel nach 2009 lebt: Der deutsche Fußball-Nachwuchs hat sich in einem Elfmeter-Krimi gegen England durchgesetzt und das Finale der U21-EM in Polen erreicht. Das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz entschied die enge und spannende Partie mit 4:3 im Elfmeterschießen für sich. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (2:2, 1:1) gestanden.

Pollersbeck hält den Sieg fest

Im Elfmeterschießen gab sich die deutsche Elf fast keine Blöße: Der Wolfsburger Maximilian Arnold, der Neu-Dortmunder Maximilian Philipp, der Schalker Max Meyer und der Hoffenheimer Nadiem Amiri trafen vom Punkt. Einzig Wolfsburgs Yannick Gerhardt scheiterte an Englands Keeper Jordan Pickford. Da der deutsche Torhüter Julian Pollersbeck der vom 1. FC Kaiserslautern zum Hamburger SV wechselt, aber zwei Schüsse parierte, jubelten am Ende doch die Deutschen.

In der regulären Spielzeit hatten der künftige Berliner Davie Selke (35.) und der kurz zuvor eingewechselte Schalker Felix Platte (70.) für die am Ende überlegene deutsche Mannschaft getroffen. Demarai Gray (41.) und Tammy Abraham (50.) hatten England zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung gebracht.

"Ich find so was geil. Deswegen spielen wir Fußball, deswegen lieben wir Fußball", sagte Matchwinner Pollersbeck, der auf das Elfmeterschießen bestens vorbereitet war, in der ARD: "Ich hab zwar meinen kleinen Spickzettel gehabt. Aber ich habe einfach nicht nachgedacht, wie fast immer." Kuntz war stolz auf sein Team: "Wir wollten, dass die Leute zu Hause stolz auf uns sind, das hat die Mannschaft weltklasse gemacht."

Dabei sah es zunächst schwierig aus: Zu Beginn drückten die Briten mächtig aufs Tempo und hatten gute Chancen. Erst nach 20 Minuten befreiten sich die Deutschen etwas und spielten nun besser. Die Neuauflage des Endspiels von 2009 wurde für die 13.214 Zuschauer in Tychy zu einer äußerst unterhaltsamen Begegnung. Von Vorsicht war nichts zu spüren, beide Seiten überbrückten das Mittelfeld schnell und kamen zu reichlich Chancen. Besonders bei Standards erwies sich die deutsche Abwehr jedoch als anfällig, Torhüter Julian Pollersbeck musste in der Anfangsphase gleich zweimal in höchster Not retten.

Platte mit Einstand nach Maß

Die Führung für den DFB-Nachwuchs war dennoch verdient: Nach schöner Flanke von Jeremy Toljan erzielte Selke per Kopf sein zweites Turniertor. An der Seitenlinie zeigte Kuntz einen Ansatz seiner berühmten Jubel-Säge, mit der er einst seine eigenen Tore gefeiert hatte. Ein weiterer Standard sorgte jedoch für den prompten Ausgleich, als Gray nach einer Ecke aus kurzer Distanz erfolgreich abstauben konnte.

U21-EM-Halbfinale zwischen England und Deutschland (Picture alliance/dpa/J. Woitas/dpa-Zentralbild)

Platte (Nr. 13) verwandelt seine erste Chance

Direkt nach dem Seitenwechsel leitete Gnabry mit einem Fehlpass das zweite Gegentor ein. Der technisch starke Will Hughes zog mit dem Ball in die Mitte, wo Abraham aus kurzer Distanz mühelos einschob. Wenig später musste Selke verletzt vom Platz, für ihn kam Platte ins Spiel. Sieben Minuten danach traf der 21-Jährige per Kopf zum Ausgleich. Anschließend war das deutsche Team dem dritten Tor deutlich näher und hatte ein Chancenplus, aber auch Pech im Abschluss.

Endspiel gegen Spanien

Erst zum dritten Mal steht nun ein DFB-Team im U21-EM-Finale. Den bislang einzigen Titel hatte vor acht Jahren die "Klasse von 2009" mit den sechs späteren Weltmeistern Manuel Neuer, Jerome Boateng, Mats Hummels, Sami Khedira, Mesut Özil und Benedikt Höwedes geholt. Am Freitag geht es für die U21 gegen Spanien um den Titel. Die Spanier setzten sich im zweiten Halbfinale in Krakau mit 3:1 (0:0) gegen Italien durch.

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