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U21-Europameisterschaft in Polen

Deutsche U21 will ins EM-Finale

Deutschlands Fußball-Junioren geben sich vor dem EM-Halbfinale in Tychy gegen England selbstbewusst. Die Niederlage gegen Italien sei verdaut. Das englische Team übt derweil Elfmeterschießen.

Abschlusstraining der deutschen U21. Foto: dpa-pa

Einstimmen aufs Halbfinale gegen England: Abschlusstraining der deutschen U21-Nationalmannschaft

"Ab jetzt haben die Spiele Pokalcharakter. Es heißt hopp oder top", sagt Stefan Kuntz, der Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft vor dem Halbfinale der Europameisterschaft am Dienstag in Polen gegen England (Anpfiff 18 Uhr MESZ, im DW-Liveticker ab 17.45 Uhr). Die 0:1-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Italien sei abgehakt, versichern Kuntz und seine Spieler. "Ab jetzt ist alles egal, was war. Ab jetzt beginnt eine neue Zeitrechnung", verkündete Torwart Julian Pollersbeck, der in der nächsten Saison für den Bundesligisten Hamburger SV zwischen den Pfosten stehen wird. "Und wenn der Gegner ein Tor schießt, schießen wir eben zwei."

Arnold: "Angst habe ich im Fußball nie"

Die deutsche Mannschaft muss sich allerdings gegen die robusten Engländer deutlich steigern. "Insgesamt haben die Engländer sehr schnelle Spieler, bisher glänzten sie vor allem durch ihre Effektivität", warnt Kuntz. "Auch das wird im Halbfinale auf uns zukommen. Wir müssen vermeiden, dass wir ihnen viele Chancen geben."

U 21 EM Italien - Deutschland (picture-alliance/GES/T. Eisenhuth)

U21-Kapitän Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg hat Respekt aber keie Angst vor den Engländern

Am 24. März hatte seine Mannschaft ein Testspiel gegen England in Wiesbaden mit 1:0 gewonnen, Nadiem Amiri hatte den Siegtreffer erzielt. "Ich gehe nicht ängstlich in die Begegnung, selbst wenn es ein Halbfinale gegen England ist", gibt sich Kapitän Maxiliam Arnold kämpferisch. "Respekt ja, aber Angst habe ich im Fußball nie."

Philipps Startelf-Debüt?

Die Engländer hatten zwei Tage mehr Zeit zur Regeneration, Kuntz wird deshalb seine Startelf möglicherweise erstmals ändern. Wechsel könnten "wegen des Gegners" Sinn machen, sagte der DFB-Trainer, aber auch, "weil wir die Möglichkeit sehen, dass wir selbst besser werden." Möglicherweise gibt Maximilian Philipp sein Startelf-Debüt, der kurz vor der U21-EM für angeblich 20 Millionen Euro vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund gewechselt war. Alle erwarten ein Duell auf Augenhöhe. "England ist eine schwierige Mannschaft, auch ein Mitfavorit bei dem Turnier", sagt der Schalker Profi Max Meyer. Doch Serge Gnabry, der in der nächsten Saison für den FC Bayern spielen wird, gibt die Richtung vor: "Wir sind hier voll im Turniermodus und haben nur ein Ziel." 

Elfmeterschießen geübt

U 21-Spieler Serge Gnabry. Foto: dpa-paEuropameisterschaft Deutschland - Tschechien Tor Serge Gnabry (picture-alliance/GES/T. Eisenhuth)

Serge Gnabry will den Titel

Die englischen Junioren haben übrigens vor dem Spiel gegen Deutschland Elfmeterschießen geübt. "Wenn es dazu kommen sollte, sind wir vorbereitet", sagte Abwehrspieler Calums Chambers. England ist bei großen Turnieren für seine notorische Schwäche beim Elfmeterschießen bekannt. Die A-Nationalmannschaft verlor seit 1990 sechs von sieben Elfmeterschießen. 15-mal standen sich bisher U21-Teams aus Deutschland und England gegenüber. Aus deutscher Sicht ist die Bilanz leicht negativ: Fünf Siegen und vier Unentschieden stehen sechs Niederlagen gegenüber. Ein Elfmeterschießen gab es zwischen den Nachwuchsteams beider Ländern bisher noch nie.

Die voraussichtliche Aufstellung der deutschen Mannschaft: Pollersbeck (1. FC Kaiserslautern) - Toljan (1899 Hoffenheim), Stark (Hertha BSC), Kempf (SC Freiburg), Gerhardt (VfL Wolfsburg) - Arnold (VfL Wolfsburg), Philipp (SC Freiburg) - Weiser (Hertha BSC), Meyer (Schalke 04), Gnabry (Werder Bremen) - Selke (RB Leipzig).

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