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Wirtschaft

Deutsche trinken wieder mehr Bier

WM-Jahre sind gute Jahre für die deutsche Brauerei-Industrie. 2014 stieg der Bierkonsum zum ersten Mal seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wieder an. Im Schnitt trank jeder Deutsche knapp 107 Liter Bier.

Gutes Wetter, ein stabiles Konsumklima und ein deutscher Fußballweltmeister: All das hat zum ersten Mal seit acht Jahren dazu geführt, dass die Deutschen wieder mehr Bier trinken. Durchschnittlich 106,9 Liter habe jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr getrunken, schätzt der Deutsche Brauer-Bund (DBB). Das ist etwa ein Glas mehr als 2013.

Insgesamt brauten die deutschen Unternehmen 2014 nach der Schätzung 95 Millionen Hektoliter Bier, etwa ein halbes Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mit einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent bleibt Pils die Lieblingsbiersorte der Deutschen, vor Export und Weizenbier.

Alkoholfreies Bier ist im Kommen

Hinzu kommen fünf Millionen Hektoliter alkoholfreie Biere, das Segment wuchs damit um fünf Prozent. Aber auch die Lust auf alkoholfreie Biere nimmt weiter zu. "Voraussichtlich haben wir 2014 bei alkoholfreien Bieren erstmals die Fünf-Millionen-Hektoliter-Marke überschritten", sagte DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele mit Verweis auf die vorläufige Bilanz.

Einen deutlichen Beitrag zum erneuten Anstieg der Absatzzahlen habe auch der Export geleistet, betonte der Brauer-Bund. So werde deutsches Bier vor allem in China und den USA immer beliebter. Insgesamt gingen die deutschen Brauer deshalb auch optimistisch ins neue Jahr, erklärte der Präsident des Brauer-Bundes, Hans-Georg Eils. Deutschland bleibe damit die größte Brauerei-Nation in Europa.

Im Jahr 2006, als die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen wurde, wurden in Deutschland noch 106,8 Millionen Hektoliter Bier gebraut. Seitdem ging der Bierabsatz stetig zurück.

hmf/zdh (afp, dpa)