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Fußball

Der Traum vom vierten WM-Titel geht weiter

Deutschland hat dank eines Treffers von Mesut Özil gegen Ghana mit 1:0 gewonnen. Die DFB-Elf zieht damit als Gruppenerster in das Achtelfinale gegen England ein. Außerdem besiegte Australien das serbische Team mit 2:1.

Mesut Özil schießt das 1:0 für Deutschland gegen Ghana. (Foto: AP)

Özil trifft zum 1:0

Deutschland ist mit einem Arbeitssieg in das Achtelfinale bei der WM in Südafrika eingezogen und darf weiter auf den vierten WM-Titel hoffen. Dank Mesut Özils Traumtor aus 16 Metern (60. Minute) siegte die DFB-Auswahl glücklich mit 1:0 und trifft damit als Erster der Gruppe D im Achtelfinale auf England. "Das ist sicher eine besondere Begegnung. Das wird ein Spiel werden, das allen große Vorfreude bereitet. Wir werden versuchen, dann einige Dinge besser zu machen", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Es war keine hochklassige Partie im Soccer-City-Stadion von Johannesburg vor 85.000 Zuschauern. Nervosität und Angst vor dem Scheitern beherrschte beide Mannschaften. Gleichzeitig gewann Australien gegen Serbien mit 2:1. Diese beiden Teams müssen nun heimreisen.

Torlose 1. Halbzeit, dann trifft Özil

Bereits in der 1. Halbzeit hatte Özil die gößte Möglichkeit zur deutschen Führung. Der Bremer scheiterte in der 25. Minute freistehend an Ghanas Torhüter Richard Kingson. Die DFB-Auswahl war zwar überlegen, machte aber vor allem in der Abwehr keinen sicheren Eindruck. Die Partie wurde zusehends auch ruppiger: Berechtigte gelbe Karten erhielten Andre Ayew (Ghana) und Thomas Müller.

Spielszene Deutschland - Ghana (Foto: AP)

Das wäre es bereits gewesen: Özil scheitert freistehend an Torhüter Kingson

Noch in der 50. Minute hatte Asamoah Gyan die Riesenchance zur Führung für Ghana. Manuel Neuer im Tor parierte glänzend und verhinderte den Rückstand. Immer wieder gab es Abspielfehler der deutschen Elf, die Ghana zu gefährlichen Kontern einlud. In der 60. Minute nahm dann aber Özil Maß und traf mit einem Distanzschuss unhaltbar für Torhüter Kingson in den Winkel. Matchwinner Özil war glücklich: "Ich musste schon vor der Halbzeit das 1:0 machen. Dass ich diese Chance vergeben habe, war sehr bitter für mich. Aber ich wusste, dass ich noch ein Tor mache. Vor mir stand keiner, da habe ich einfach geschossen", schilderte der Bremer die entscheidende Szene. Auch danach hatte Ghana weitere Möglichkeiten. Lahm etwa musste in der 66. Minute für den geschlagenen Neuer zur Ecke klären.

Deutsche Spieler jubeln über den Sieg gegen Ghana (Foto: AP)

Ein hartes Stück Arbeit: Jubel bei der deutschen Mannschaft über den knappen Erfolg gegen Ghana

Bundestrainer Löw stellte nun um: Im Mittelfeld kam Piotr Trochowski (68.) für Thomas Müller, und in der Abwehr wurde Marcell Jansen (72.) für Jerome Boateng eingewechselt. In der 81. Minute kam dann noch Toni Kroos für den verletzten Bastian Schweinsteiger. Das Spiel beruhigte sich. Und Kapitän Lahm bilanzierte: "Es war auch Glück dabei. Der Druck war groß, aber wir haben ihm standgehalten. Die Mannschaft ist jung und hat das bewältigt."

Auch Ghana weiter

Die Halbbrüder Jerome (r) und Kevin-Prince Boateng (Foto: AP)

Das Bruderduell: Jerome (r) und Kevin-Prince Boateng

Bei den "Black Stars" unterstrich Kevin-Prince Boateng, dass er in wenigen Wochen schon zum Leistungsträger seiner Mannschaft gereift ist. Der frühere Berliner, der mit seiner bösen Attacke Michael Ballack um die WM-Teilnahme gebracht hatte, war zentrale Anspielstation und leistete sich nicht ein einziges Foul. Vor der Partie gab es eine kurze Begrüßung mit Halb-Bruder Jerome Boateng, der für Holger Badstuber in der deutschen Anfangself stand und sein WM-Debüt feierte. Zufrieden äußerte sich Ghanas Verteidiger Hans Sarpei von Bayer Leverkusen: "Wir sind eine Runde weiter und sind glücklich darüber. Natürlich ist das eine Niederlage gewesen, da ist die Stimmung schon gedrückt, aber wir freuen uns trotzdem. Der Liebe Gott weiß vielleicht, warum wir jetzt gegen die USA spielen. Man weiß aber nicht, ob das einfacher ist als gegen England."

Australien und Serbien ausgeschieden

Australiens Tim Cahill trifft zum 1:0 gegen Serbien (Foto: AP)

Cahill trifft gegen Serbien

Den zweiten Rang in der Gruppe D belegte Ghana. Die Ghanaer setzten sich bei Punktgleichheit aufgrund der besseren Tordifferenz gegen Australien durch. Die Australier kamen in Nelspruit zu einem 2:1 (0:0) gegen Serbien. Tim Cahill köpfte in der 69. Minute das Führungstor für die Australier, Brett Holman machte in der 73. Minute alles klar. Der Ex-Berliner Marko Pantelic verkürzte in der 84. Minute auf 1:2. Im Achtelfinale treffen die Ghanaer am Samstag (26.06.2010) in Rustenburg auf die USA. Serbien und Australien sind gescheitert. Als Gruppensieger spielt Deutschland im Achtelfinale am Sonntag (27.06.2010) in Bloemfontein um 16.00 Uhr MESZ gegen England.

Autor: Arnulf Boettcher
Redaktion: Jens Krepela

DW-Radio überträgt das Achtelfinale gegen England am Sonntag live ab 16.00 Uhr

Mitteleuropäischer Sommerzeit.

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