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Olympische Spiele

Budapest zieht Olympiabewerbung zurück

Die ungarische Hauptstadt verabschiedet sich aus dem Kreis der Kandidaten für die Olympischen Spiele 2024. Damit bleiben von ursprünglich sechs Bewerbern nur noch zwei übrig.

Die ungarische Hauptstadt Budapest hat ihre Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 zurückgezogen. Das bestätigte Bürgermeister Istvan Tarlos am Mittwochabend. Damit sind als Kandidaten für die Ausrichtung der Sommerspiele in sieben Jahren nur noch Los Angeles und Paris im Rennen. Die Entscheidung fällt am 13. September auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in der peruanischen Hauptstadt Lima. Zuvor hatten sich bereits Boston, Hamburg und Rom aus dem Kreis der Bewerber zurückgezogen.

Einem Referendum zuvorgekommen

"Budapest wird den Stadtrat ersuchen, die ungarische Kandidatur im Einvernehmen mit der Regierung zurückzuziehen", sagte Tarlos der staatlichen Nachrichtenagentur MTI, nachdem er zuvor mit Premierminister Viktor Orban gesprochen hatte. Es gilt als gesichert, dass die Budapester Gemeindeversammlung und das Nationale Olympische Komitee dem Vorschlag der Orban-Regierung folgen werden. In beiden Gremien haben Regierungsloyale die Mehrheit.

Das Aus für die Olympia-Kandidatur hatte sich abgezeichnet, nachdem der politische Rückhalt schwächer geworden war. Auch in der Bevölkerung hatte sich Widerstand gegen die Bewerbung um die Spiele 2024 formiert. Eine neue Bürgerbewegung hatte 266.000 Unterschriften für ein lokales Referendum über die Kandidatur gesammelt, fast doppelt so viele wie erforderlich. In Umfragen hatte sich zuletzt eine klare Mehrheit in Budapest gegen Olympia ausgesprochen.

Immer weniger Olympia-Interessenten 

Der Rückzug der ungarischen Haupstadt ist ein weiterer Dämpfer für das IOC und dessen Präsidenten Thomas Bach. Ein Ziel von Bachs Agenda 2020 war es, die Ausrichtung Olympischer Spiele attraktiver zu machen. Nun bleiben nur zwei Kandidaten übrig - wie schon bei der Vergabe der Winterspiele 2022, als nur der spätere Gewinner Peking und die kasachische Stadt Almaty zur Wahl standen.       Erst vor anderthalb Wochen hatten sich die Einwohner des Schweizer Kantons Graubünden mit klarer Mehrheit gegen eine Bewerbung für die Winterspiele 2026 ausgesprochen. 
 

sn/to (sid, afp, dpa)

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