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Aktuell Asien

Bruchlandung im Meer

Schreck im Ferienparadies: Bei der Landung auf der indonesischen Insel Bali verfehlte ein Passagierflugzeug die Rollbahn. Alle 108 Insassen überlebten die Bruchlandung im Meer.

Im Meer notgelandetes Flugzeug (Foto: picture alliance/dpa)

Bali Indonesien Lion Air Flugzeugunglück

Die Maschine des größten indonesischen Billigfliegers Lion Air landete nur wenige Meter von der Küste entfernt im Wasser. Alle 101 Fluggäste und die sieben Besatzungsmitglieder konnten sich aus dem Flugzeug retten, das direkt vor der Landebahn in flachem Gewässer aufsetzte. 40 Menschen erlitten Verletzungen, darunter Knochenbrüche und Kopfwunden. Nach Angaben von Klinikmitarbeitern mussten aber nur vier Personen zur Behandlung im Krankenhaus bleiben.

Das Heck der Boeing 737 ist bei dem Absturz abgeknickt. Im Meer trieben gelbe Rettungswesten. Das Flugzeug war in Bandung gestartet, Indonesiens viertgrößter Stadt. Die Nationalitäten der Passagiere an Bord sind bisher unklar.

Anfang und Ende der Landebahn des Flughafens von Bali grenzen ans Meer. Lokale Fernsehstationen zeigten Bilder von der Maschine, deren Rumpf hinter den Flügeln auseinandergebrochen war. Auch Passagiere mit gelben Schwimmwesten im Wasser waren zu sehen.

Laxe Sicherheitsstandards

In Indonesien gibt es seit Jahren Probleme mit der Sicherheit in der zivilen Luftfahrt. Seit 2007 dürfen mehrere indonesische Fluggesellschaften, darunter auch Lion, wegen zu laxer Sicherheitsstandards nicht den Luftraum in der EU nutzen. Das Verbot wurde seit 2009 nach und nach aufgehoben.

Lion Air unterhält eine Flotte mit Maschinen von Boeing und Airbus. Experten fürchten, die Fluggesellschaft könnte auf ihrem Wachstumskurs die Sicherheit ihrer Passagiere vernachlässigen. Auch in die USA darf Lion Air nicht fliegen. Jedes Jahr reisen Millionen ausländische Besucher nach Bali.

nem/GD/gri (afp, rtr, dpa)

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