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Karfreitag

Britin stirbt nach Messerattacke in Jerusalem

Die Tat eines offenbar psychisch kranken Palästinensers hat die Feierlichkeiten an einem der wichtigsten Tage der Christenheit überschattet. Eine junge Studentin erlag ihren Verletzungen.

Rettungskräfte kämpften - vergeblich - um das Leben der Britin (Foto: Picture-Alliance/AP Photo/M. Illean)

Rettungskräfte kämpften - letztlich vergebens - um das Leben der britischen Studentin

Während der religiösen Feierlichkeiten zum Karfreitag in Jerusalem hat ein palästinensischer Attentäter eine Britin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Die Frau starb kurz darauf, wie die israelische Polizei mitteilte. Der Attentäter habe sie in der Nähe der Altstadt in der Straßenbahn angegriffen. Der Mann sei festgenommen worden.

Bei dem Opfer handelt es sich laut Polizei um eine 25-jährige Studentin aus Großbritannien. Der 57-jährige Täter aus Ost-Jerusalem könnte laut Polizei nach ersten Erkenntnissen psychisch krank sein. Aufgrund des abrupten Halts der Straßenbahn nach der Messerattacke wurde auch eine schwangere Frau verletzt. 

Rund 160.000 Pilger in Israel

Israel und die Palästinensergebiete werden seit Herbst 2015 von einer neuen Gewaltwelle erschüttert. Dabei wurden rund 260 Palästinenser, 41 Israelis und fünf Ausländer getötet. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Messer für ihre Angriffe verwendeten. In den vergangenen Monaten ging die Gewalt allerdings zurück.

In der Altstadt von Jerusalem halten sich derzeit tausende Pilger zu den Karfreitagsprozessionen auf. In diesem Jahr fällt nicht nur das Osterfest der westlichen Kirchen und der orthodoxen Kirchen zusammen. Auch das jüdische Pessach-Fest wird in dieser Woche begangen. Dabei erinnern die Juden an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Das israelische Tourismusministerium erwartet in dieser Zeit rund 80.000 christliche und noch einmal so viele jüdische Pilger aus dem Ausland. Die Polizei hat laut Medienberichten die Zahl ihrer Einsatzkräfte um 1500 zusätzliche Polizisten erhöht.

sti/haz (afp, dpa, epd, kna)

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