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DFB-Pokal

Borussia und Bayer mit Pflichtsiegen

Die zwei Bundesligisten aus Mönchengladbach und Leverkusen mühen sich in die zweite Runde des DFB-Pokals. Einer der beiden muss sogar in die Verlängerung. Viertligist Koblenz macht umsonst sein Heimspiel in der Fremde.

Der letzte Sieg ist genau 40 Jahre her. Damals spielten noch Rot-Weiss Essen und Borussia Mönchengladbach zusammen in der Bundesliga und Horst Hrubesch, heute DFB-Juniorentrainer, erzielte das Siegtor für den heutigen Viertligisten. Vier Jahrzehnte später sah es lange Zeit aus, als ob es wieder eine Überraschung geben würde - diesmal in der ersten Runde des DFB-Pokals. Doch nach einem frühen und langen Rückstand drehte Favorit Mönchengladbach die Partie in den letzten zehn Minuten und setzte sich am Ende mit 2:1 (0:1) durch.

"Wir können in Essen nur mit der richtigen Einstellung bestehen", hatte Gladbach-Trainer Dieter Hecking vor Anpfiff gesagt. Seine Mannschaft, bei der die Weltmeister Matthias Ginter und Denis Zakaria zwei Neuzugänge in der Startelf standen, bestimmte zunächst auch das Geschehen - Torgefahr entstand jedoch kaum. Ein Fehlpass von Ibrahima Traoré leitete einen Konter der Essener ein. Nach einer Flanke von Dennis Malura über rechts sprintete Benjamin Baier von hinten in den Strafraum und köpfte aus kurzer Distanz den Ball an Mönchengladbachs Schlussmann Yann Sommer vorbei ins Tor (29. Minute). RWE war in den Zweikämpfen besser, die Mannschaft wirkte motivierte.

Borussia brauchte eine gute Idee von Nationalspieler und Borussen-Kapitän Lars Stindl, um zum Ausgleich zu kommen: Der Offensivspieler steckte in der 79. Minute mit der Hacke steil zum eingewechselten Jonas Hofmann durch. Der schoss direkt, so dass Essens Torwart Robin Heller den Ball nur noch nach vorne abprallen lassen konnte. Hofmanns zweiter Versuch war dann aber drin (79.). Nur drei Minuten und 19 Sekunden später hatten die Gäste das Spiel gedreht. Traoré dribbelte seinen Gegenspieler ein leichtes aus und brachte diesmal sogar seine Flanke an den Mann: Am langen Pfosten stand Thorgan Hazard, der auf Raffael zurücklegte. Der Brasilianer drosch den Ball unter die Latte (83.) - das Siegtor zum 2:1-Endstand.

Überzahl ausgenutzt

Der zweite Bundesligist, der an diesem Abend spielte, musste in die Verlängerung. Dort gewann Bayer Leverkusen unter seinem neuen Trainer Heiko Herrlich schließlich beim Drittligisten Karlsruher SC mit 3:0 (0:0). Die Tore erzielten Dominik Kohr (93.), Joel Pohjanpalo (99.) und Leon Bailey (105.), die damit ein Elfmeterschießen verhinderten.

Im Zweitliga-Duell zwischen Holstein Kiel und Eintracht Braunschweig siegte der Aufsteiger aus dem Norden mit 2:1 (0:0). Eintrachts Kapitän Ken Reichel verschoss zunächst in der 36. Minute einen Elfmeter, bevor er elf Minuten später einen verursachte. Doch Schiedsrichter Guido Winkmann pfiff nicht. Und nur eine Minute später gelang dann Braunschweig tatsächlich das Tor: Christoffer Nyman traf aus spitzem Winkel ins Torwarteck (48.) zum 1.0. Dominick Drexler (71.) glich in der zweiten Halbzeit per Foulelfmeter aus. Zuvor hatte der Braunschweiger Joseph Braffo die Rote Karte gesehen (70.). In Überzahl drehte Kiel das Spiel: Marvin Ducksch traf zum 2:1 (77.)

Fußball: DFB-Pokal Holstein Kiel - Eintracht Braunschweig (Picture-alliance/dpa/A. Heimken)

Dominick Drexler von Holstein Kiel trifft vom Punkt uns erzielt somit das Siegtor zum 2:1 gegen Eintracht Braunschweig

430 Kilometer zum Heimspiel

Bei den rund 500 mitgereisten Fans von TuS Koblenz war der Frust groß. Obwohl der Verein als Viertligist Heimrecht bei der Partie gegen Dynamo Dresden aus der zweiten Liga hatte, mussten Mannschaft und Anhänger 430 Kilometer reisen - und dann verlor das Team trotz Führung mit 2:3 (1:1) gegen Dynamo Dresden. Die Turn- und Spielvereinigung konnte nicht auf dem eigenen Rasen spielen, weil die Sanierung des heimischen Stadions nicht rechtzeitig abgeschlossen war. Bei Alternativstandorten in der Nähe wie Mainz, Wiesbaden und Köln gab es nur Absagen. Und wegen des schlechten Rufs der Dresdener Fans untersagte Nordrhein-Westfalen über das gesamte Bundesland die Austragung des Spiels. Der nächstgelegene Verein, der eine Zusage machte, war eben der FSV Zwickau, der dieses Jahr im DFB-Pokal nicht dabei ist.

Zweitligist Dynamo Dresden, der vor vier Jahren wegen wiederholter Fan-Ausschreitungen vom DFB vom Pokal-Wettbewerb ausgeschlossen worden war, hatte beim Auswärtsspiel mit rund 125 Kilometer eine weitaus kürzere Anreise - und deshalb Unterstützung durch viel mehr Fans. Die drei Dynamo-Tore erzielten Erich Berko (11.), Philip Heise (49.) und Aias Aosmann (84). Dejan Bozic (6. Minute) und Dimitrios Popovits (80.) waren für Koblenz erfolgreich gewesen, das die Verlängerung hätte erzwingen können. Doch Dynamos Schlussmann Markus Schubert hielt den Foulelfmeter von Andreas Glockner (85.)

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